In der Adventszeit gibt es statt Besinnlichkeit vielerorts Trubel und Hektik. Bei der Weihnachtsfeier des Mainleuser Ortsverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Mehrgenerationenhaus wurde das den Zuhörern ironisch überspitzt vor Augen geführt. Beim Sketch der Jugend weihnachtete es nicht sehr, sondern "schwer", wie es im Titel des Stückes hieß. Der Weihnachtsmann (Franziska Pfreundner) streikte, wälzte alle Aufgaben auf den überlasteten Elfen (Natascha Eckert) ab und der Engel (Miriam Zeller) war dem Nervenzusammenbruch nahe. Ein Paketbote (Franziska Böhner), der an Heilig Abend noch bis Mitternacht die Geschenke verteilt, brachte die Erlösung.

Detlef Kühl, der ehemalige Rektor der Mainleuser Grund- und Mittelschule, strapazierte die Lachmuskeln der Zuhörer mit zwei witzigen Geschichten: In der ersten ging es um einen weihnachtlichen Besuchsmarathon, der in der Ausnüchterungszelle endet, in der zweiten um die weihnachtliche Werbegeschenkeflut, die den Kunden eines Unternehmens Verdauungsschnäpse, sprechende Bierdeckel und noch allerhand anderen Firlefanz beschert.

Schenken mit Herz - wie das geht, verdeutlichte Pfarrer Michael Schaefer in seiner Geschichte über ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Anrührend und witzig zugleich war das "Briaferl ans Christkind", das die Vorsitzende des Ortsverbandes, Adelheid Wich, vorlas.

Awo-Kreisvorsitzende MdL Inge Aures und Bürgermeister Robert Bosch würdigten das ehrenamtliche und soziale Engagement im Ortsverband. Der Nikolaus, gespielt von Willi Pöhlmann aus Wirsberg, packte seine Gaben und Musikant Heinz Nickmann aus Mainleus wohlbekannte Weihnachtsweisen aus, bei denen die Besucher freudig mitsangen.

Wiltrud Burger von der Awo Trebgast hatte aus Eicheln, Nüssen, Tannenzapfen und Zimtstangen originelle Adventskränze gebastelt, die es auf einem kleinen Weihnachtsbasar zu kaufen gab. Stephan Stöckel