Für die Zukunft erwartet Klaus-Jürgen Heitmann, Sprecher der HUK-Vorstände, ein solides Wachstum des Coburger Versicherungskonzerns. Immerhin habe sich das Geschäft zum Jahreswechsel, wenn viele Kunden ihre Kfz-Versicherung kündigen, erfreulich gestaltet. Auch bei den übrigen Versicherungssparten sei er generell optimistisch, und er erwarte eine "freundliche" Entwicklung der Finanzmärkte, sagte Heitmann in der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag. Freilich: "Wenn wir wüssten, wo die am Jahresende stünden, säßen wir alle nicht hier." Denn noch herrschen Corona-Bedingungen. Deshalb lasse sich auch jetzt nicht sagen, ob es erneut Beitragsrückerstattungen geben werde, betonte er. Denn der Corona-Effekt war 2020 nur der eine. Der andere sei gewesen, dass es generell weniger Schäden im Kaskobereich gegeben habe. 2019 zum Beispiel hätten Hagelschäden stärker zu Buche geschlagen.Das Gewinnziel für 2021 liege zwischen 400 und 500 Millionen Euro vor Steuern, also etwas niedriger als das Ergebnis 2020.

Eine Neuerung wird es im Telematik-Tarif geben. Der liefert jetzt schon viele Daten, die die HUK Coburg auch für künftige Versicherungsangebote nutzen will. In Zukunft sollen sich die Telematik-Versicherten "Blätter" erfahren können, wenn sie nicht nur vorausschauend fahren, sondern auch umweltbewusst mit geringerem Spritverbrauch. Diese "Blätter" sind aber keine Zusatzboni für die Versicherten, sondern dafür spendet die HUK-Coburg an gemeinnützige Öko-Organisationen, kündigten Heitmann und sein Vorstandskollege Jörg Rheinländer an. sb