Weiterbildung in Zeiten von Corona

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Weiterbildungskurses zur Pflegedienstleitung Foto: privat
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Weiterbildungskurses zur Pflegedienstleitung  Foto: privat

Arbeiten im Sozial- und Gesundheitswesen ist mehr als ein Beruf, es ist eine Berufung. Umso wichtiger ist es, dass Interessenten während ihrer Qualifizierung für einen Pflegeberuf in guten Händen sind...

Arbeiten im Sozial- und Gesundheitswesen ist mehr als ein Beruf, es ist eine Berufung. Umso wichtiger ist es, dass Interessenten während ihrer Qualifizierung für einen Pflegeberuf in guten Händen sind. Das teilt Maria Haller vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) am Standort Forchheim mit.

Dies geschieht laut Pressemitteilung aktuell im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft in Forchheim neben den Räumen in der Konrad-Ott-Straße 2 auch im Konferenzraum des Hotels Arivo. Maria Haller, die neue Leiterin des Standortes, erzählt, dass die coronabedingten Hygiene- und Abstandsregeln sie vor neue Aufgaben gestellt haben.

Webinare und größere Räume

Die Art der Seminare wurde einerseits auf die digitale Form im Webinar umgestellt und andererseits, da der Weiterbildungsträger wieder präsent unterrichten darf, wurden große Raumkapazitäten notwendig. "Wie froh sind wir, nun mit den Kooperationspartnern des Hotel Arivo ein wunderbares Konzept gefunden zu haben, um die Teilnehmer adäquat und weiterhin mit hervorragender Qualität unterrichten und beim Lernen neuer wichtiger Kompetenzen in ihrem Berufsleben begleiten zu können."

Die Teilnehmer im neuen Schulungsraum werden in vier Modulen von erfahrenen Dozenten unterrichtet: Führungsqualifikationen und Organisationale, ökonomische sowie strukturelle Kompetenzen. Das Ziel jeder Weiterbildung in der Pflege ist hierbei, die theoretischen Lerninhalte in die Anwendung während der Pflegepraxis transferieren zu können, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Verschiedene Weiterbildungen

Dieser Lerntransfer jedes Berufstätigen habe Auswirkungen auf die gelingende Pflegetätigkeit im Pflegealltag. "Unser Ziel ist, dass letztendlich Klienten in den Pflegeeinrichtungen in jeder Lebenslage, in welcher sie auf unterstützende Pflege angewiesen sind, von allen Berufsgruppen gut begleitet werden."

Neben der Weiterbildung zur Pflegedienstleitung lassen sich die Teilnehmer zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft, zum Praxisanleiter in der generalistischen Pflegeausbildung und zur Betreuungskraft ausbilden.

Besonders mit den Teilnehmern der Weiterbildung zur Betreuungskraft wurde das "learning by doing" praktiziert: Während des Lockdowns haben sich die Teilnehmer drei Wochen lang konstant über das virtuelle Klassenzimmer getroffen. "Nicht nur unsere Medienkompetenz, sondern auch Beschäftigungen mit Musik, Pflegedokumentation und vieles mehr haben die Kursteilnehmerinnen entwickelt", so Haller.

Das Abschlusszertifikat der Teilnehmerinnen der "Corona-Gruppe" bestätigt somit unter anderem eine äußerst hohe Selbstlernfähigkeit der Teilnehmer, in einem persönlichen Lerntagebuch haben diese ihre Lernentwicklung dokumentiert, in der Reflexionsrunde wurde besonders das intensive Zusammenwachsen des Weiterbildungskurses während der erschwerten Bedingungen bestätigt. "Deshalb haben wir uns sehr gefreut, uns alle am 28. Juli zur Abschlussfeier das erste Mal wieder präsent zu begegnen, um den Lernerfolg gebührend zu feiern." red