Die Hans Weber Maschinenfabrik in Kronach und Colossus printers, ein in Belgien ansässiges Unternehmen für 3D-Druck, sind jetzt eine strategische Partnerschaft eingegangen. "Der 3D-Druck ist die Zukunft der umweltbewussten und individuellen Fertigung. Um in diesem Bereich noch schnellere Fortschritte zu erzielen, haben wir beschlossen, gemeinsam an der Weiterentwicklung dieser Technologie zu arbeiten", teilte das Kronacher Unternehmen mit.

"Unser Motto ,Think Big' bezieht sich nicht nur auf die Dimensionen unserer Anlagen und die tatsächliche Größe der darin gedruckten Bauteile, sondern auch auf unser Ziel, die Direktextrusion weiterzuentwickeln und ihre Zukunft mit unseren Innovationen zu prägen", heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Diese neue Technologie, die auf der Verarbeitung von Kunststoffen in Form von Granulat statt der herkömmlichen teuren Filamentmethode basiert, sei derzeit noch mit viel Pionierarbeit verbunden. Zunächst müssen die Kunden an die Funktionsweise und die damit verbundenen Vorteile, nicht zuletzt in Bezug auf Material-, Zeit- und Kosteneinsparungen, herangeführt und von der erzielbaren Qualität überzeugt werden.

Diese Herausforderungen, aber auch die Vision, die Direktextrusion als neues Fertigungsverfahren in Unternehmen zu etablieren, teile man gemeinsam mit dem belgischen 3D-Druck-Spezialisten Colossus Printers. Wie der Name schon sagt, hat Colossus einen der größten und leistungsfähigsten transportablen Kunststoff-3D-Drucker der Welt entwickelt. Colossus zeichnet sich laut der Mitteilung durch großflächigen 3D-Druck und die Verwendung von recycelten Kunststoffen, die Erforschung von Materialprofilen und einen starken Fokus auf Anwendungen aus, was die beiden Unternehmen dazu veranlasste, eine strategische Partnerschaft einzugehen. Dabei treffen traditionelles Maschinenbau-Know-how und klassisches Extruder-Know-how auf ein tiefes Verständnis für Prozesstechnik und etablierte Kundennähe im 3D-Druckgeschäft.

Ein Schwerpunkt der Kooperation wird die additive Verarbeitung und Prozessanpassung von recycelten Materialien sein, die angesichts der aktuellen Debatten um Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der industriellen Fertigungswelt von morgen immer wichtiger wird.

Um die Kooperation langfristig auf eine solide Basis zu stellen, hat sich Weber mit 30 Prozent an dem jungen Start-up-Unternehmen beteiligt. Ziel der Kooperation ist es, die jeweiligen Stärken von Colossus Printers und Weber zu bündeln und Synergien zu schaffen. red