Fast ganz im Zeichen des Jahresberichts von Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) stand die Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats Kirchehrenbach im Pfarrheim. Zugestimmt wurde der zweiten Änderung des Bebauungsplans "Lindenanger" mit Grünordnungsplan. In dem bereits bestehenden Baugebiet werden zehn neue Baugrundstücke geschaffen.

500 Euro für Vereine

Freuen können sich vor allem die Vereine der Gemeinde, die Jugendabteilungen haben. Sie bekommen vor allem wegen der Corona-Pandemie einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. Auch die beiden Sportvereine, der TSV Kirchehrenbach und der Rad- und Motorsportverein, erhalten aufgrund der Verdoppelung des Zuschusses durch den Freistaat den gleichen Betrag von der Gemeinde noch obendrauf.

"Heuer ist alles anders, corona-bedingt", begann Gebhardt ihren Bericht. Das Hauptaugenmerk der Gemeinde lag in diesem Jahr auf der Sanierung der Grund- und Mittelschule. Die Auftragssumme liegt bei rund 4,5 Millionen Euro, bisher sind davon rund 1,2 Millionen Euro bezahlt.

Turnhalle und Hallenbad

Die Entscheidung zum Abriss der Turnhalle und des Hallenbads soll sich mit der Aufstellung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek) ergeben. Die Kosten für dieses Konzept liegen bei rund 68 000 Euro. Vom Freistaat gibt es dafür einen Zuschuss von 40 000 Euro.

In der Kindertagesstätte sind aktuell 87 Kinder angemeldet, 21 davon unter drei Jahren. Den beabsichtigten Anbau eines Gruppenraums habe man auf Eis gelegt, weil inzwischen das Nachbargebäude erworben werden konnte, dessen Grundstück dafür eventuell umgenutzt werden kann.

Gebhardt dankte der Kindergartenleitung, die während der Zeit, als der Kindergarten schließen musste, den Einkaufsdienst für Bürger übernommen hatte, die sich nicht selbst versorgen konnten.

Für die Feuerwehr konnte ein Notstromaggregat angeschafft werden und für den Bauhof ein neuer Traktor für rund 97 000 Euro. Der alte Geräteträger erbrachte noch einen Erlös von rund 12 000 Euro.

Bauplätze

In den Baugebieten gibt es nur private Bauplätze, und im erschlossenen Baugebiet "Hutweide" konnten bis jetzt nur wenige davon verkauft werden.

Der Wasserpreis der Eigenwasserversorgung erhöht sich zum 1. Januar wegen erheblicher Investitionen in die Sanierung der Quelle und die Neuverlegung von Wasserleitungen von bisher 70 Cent pro Kubikmeter auf 1,83 Euro. Die Sanierung der Lochholzquelle kostet alleine rund 220 000 Euro.

Außerdem mussten Leitungen in der Sportplatzstraße erneuert und der Zusammenschluss der Ringleitung in der Fichtichstraße erstellt werden. Weiterhin gab es viele Wasserverluste.

Die monatlichen Veranstaltungen für die Senioren mussten wegen Corona komplett ausfallen. Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit WC schlug mit rund 34 000 Euro zu Buche.