"Ab sofort können unsere Waldbauern und Waldeigentümer Anträge für die 100-Euro-Prämie je Hektar zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder stellen." Das hat Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner gestern mitgeteilt. Die Anträge könnten online beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestellt werden. Insgesamt stelle der Bund hierfür 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Juni 2020 sei im Konjunkturprogramm des Bundes beschlossen worden, dass für den Schutz und Erhalt des Waldes insgesamt rund 700 Millionen Euro - aufgeteilt in mehrere Förderbereiche - bereitgestellt werden, so Zeulner. So sei bereits Anfang November das "Investitionsprogramm Wald" aufgelegt worden, bei dem bis Ende 2021 insgesamt 50 Millionen Euro für Investitionen in die Digitalisierung in der Forstwirtschaft ausgeschüttet werden.

Nun folge als Nächstes die Auszahlung der 100-Euro-Prämie je Hektar, um die Eigentümer beim Waldumbau zu unterstützen und Einnahmeausfälle von bis zu 200 000 Euro auszugleichen. "Voraussetzung für die Förderung ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Waldflächen nach PEFC oder FSC, die bis spätestens 30. Oktober 2021 erfolgen muss. Die Mindestantragsfläche beträgt einen Hektar", erläutert die CSU-Abgeordnete.

In einem weiteren Schritt werde es noch ein "Investitionsprogramm Holz" in Höhe von 50 Millionen Euro geben, mit dem die Modernisierung der Holzwirtschaft zum Beispiel im Bereich der Verwendung von Kalamitätsholz unterstützt werden solle. "Hierzu laufen gerade noch die Abstimmungen über die Förderrichtlinien", schreibt Zeulner.

"Eine Generationenaufgabe"

Als letzten Baustein werde es noch eine Förderung für das klimafreundliche Bauen mit Holz geben. Hierfür stünden insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. "Unser Wald hat durch die Dürresommer und den Borkenkäferbefall sehr gelitten und braucht deswegen unsere vollste Unterstützung. Er ist unser wichtigster Klimaschützer, denn ein Hektar Wald speichert im Durchschnitt pro Jahr acht Millionen Tonnen an Kohlendioxyd. Ihn zu unterstützen, ist für mich die bodenständigste Art, das Klima zu schützen. Ich freue mich, dass diese Hilfen nun direkt bei den Waldbauern ankommen", so Zeulner.

Ihr Landtagskollege Martin Schöffel (CSU) betont unterdessen insbesondere die intensiven Anstrengungen des Freistaats Bayern rund um den Wald. "Mit unserer Waldumbauoffensive 2030, die zusätzlich 200 Millionen Euro und 200 Stellen vorsieht, haben wir eine wegweisende Initiative gestartet. Und wir halten Wort: Die Waldbaurichtlinien wurden angepasst, die Fördersätze deutlich erhöht und der Mittelansatz für den Waldumbau in Höhe von 80 Millionen Euro seit 2018 verdoppelt", so Schöffel. Die Prämie von 100 Euro für nachhaltige Bewirtschaftung sei für ihn "ein richtiger und wichtiger Baustein, der die Bedeutung der Waldbewirtschaftung unterstreichen soll".

Mehr Informationen finden Interessierte online unter www.bundeswaldpraemie.de. red