Im Rahmen des doppelten Gedenktages, 50. Todestag und 100. Geburtstag von Wieland Wagner, wird der Ehrenpräsident des Richard-Wagner-Verbandes International Josef Lienhart zu einem Vortrag nach Coburg kommen. Er spricht am Samstag, 18. März, um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Augustin über "Regie und Inszenierung: Wieland Wagners Bayreuther Festspiele 1951-1966" (Eintritt frei.)
Lienhart zeigt zahlreiche selten zu sehende Farbaufnahmen des Fotografen Siegfried Lauterwasser. Wieland Wagner war der Enkel des Komponisten Richard Wagner. Er wurde als Maler und Fotograf ausgebildet und war schon in jungen Jahren für die Bühnenbilder der Bayreuther Festspiele verantwortlich. Seit dem Neuanfang 1951 war er künstlerischer Leiter der Bayreuther Festspiele, während sein Bruder Wolfgang die kaufmännische Leitung hatte. Als bekanntester Regisseur des "Neuen Bayreuth" verzichtete Wieland in seinen Inszenierungen auf einen detaillierten Naturalismus. Durch Abstraktionen und eine suggestive Lichtregie blieb die Musik im Vordergrund. Sein Bayreuther Inszenierungsstil wurde zum vielfach kopierten Modell. Wieland Wagner gelang es, die besten Sänger und Dirigenten seiner Zeit für seine Arbeiten zu gewinnen. Zu seinen wichtigsten Entdeckungen gehört die Sopranistin Anja Silja. ct