Ein unschönes Ergebnis hat eine Sollenberger Familie erfahren, als sie das angeblich schnellere Internet nutzen wollte und dazu sogar in einem Chat mit der Telekom stand. Lars Laufer (CSU) brachte diese Geschichte im Gräfenberger Stadtrat auf den Tisch und brachte auch seinen Unmut zum Ausdruck.
In der September-Sitzung war ein Verantwortlicher der Telekom da, um einen Sachstandsbericht vorzulegen und Fragen der Räte zu beantworten. Wann das schnellere Internet gebucht und genutzt werden könne, war die Frage, die alle interessierte. Genannt wurde der 30 Oktober, mit dem Hinweis, dass aufgrund vieler Aufträge und zu weniger Firmen der Termin wahrscheinlich nicht gehalten werden könne. Der 14. November sei deshalb eher realistisch.


Keine konkreten Daten

Mit konkreten Daten wollte sich der Verantwortliche nicht aus dem Fenster lehnen, wollte mit einem Datum erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn es Realität wird. "Die Familie fühlt sich verschaukelt und nur ungenügend informiert", schimpfte Laufer. Denn zunächst wurde der Familie der neue Tarif angeboten. In dem Chat mit der Telekom kam aber etwas anderes heraus: "Das Wohnhaus sei nicht im Ausbaugebiet", berichtete Laufer. Das Protokoll hatte er dabei.


Breitbandpate moniert

Laufer monierte, dass die Familie dies von der Telekom im Chat erfahren habe, nicht vom Auftraggeber, der Stadt, die die Bürger nicht ausreichend informiere. Dem stimmte Stadtrat Konrad Hofmann (FW) zu. "Es wäre gut, wenn wenigstens die Breitbandpaten etwas erfahren würden", sagte Breitbandpate Hofmann. Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) konnte nicht verstehen, warum die Familie nicht im Ausbaugebiet sein solle. Er erklärte nochmal, wie das mit den Verteilerkästen ist, und versprach, nachzuhaken. map