Dagmar Besand

Viele großzügige Rundschau-Leser, ein tolles Ergebnis: 6710 Euro kamen bei der Adventsaktion unseres Spendenvereins Franken helfen Franken zugunsten bedürftiger Kinder zusammen. Die Mediengruppe Oberfranken, zu der auch die Bayerische Rundschau gehört, hat diesen Betrag noch einmal aufgestockt, sodass wir nun 7500 Euro an den Caritas-Kreisverband Kulmbach überweisen können. Das Geld ist dafür bestimmt, Kindern aus Familien mit geringem Einkommen die Teilnahme an Ferienfreizeiten zu ermöglichen.

Der größte gespendete Einzelbetrag waren 1000 Euro, der kleinste 10 Euro. Jeder einzelne hat zu dem tollen Gesamtergebnis beigetragen. Regina Greim-Weith vom Caritas-Kreisverband Kulmbach war überglücklich als sie erfuhr, dass eine so stattliche Summe zusammengekommen ist.

Die meisten Kinder haben viel zu erzählen, wenn die großen Ferien vorbei sind und im September die Schule wieder beginnt. Sie waren mit ihren Familien im Urlaub oder allein mit Gleichaltrigen bei einer Freizeit.

Manche Kinder können da nur zuhören. Sie selbst haben nichts Besonderes erlebt. Das Einkommen ihrer Eltern reicht nicht, um Urlaub zu machen oder wenigstens den Nachwuchs in die Ferien zu schicken. So kommen diese Kinder nie raus aus ihrer gewohnten Umgebung und aus häufig recht beengten Wohnverhältnissen.

Auch im Landkreis Kulmbach gibt es viele Familien, bei denen es finanziell nur für das Allernötigste reicht. "Das betrifft dann natürlich auch die Kinder", sagt die Caritas-Mitarbeiterin. Und es trifft nicht nur Hartz IV-Bezieher. Alleinerziehende, Teilzeitbeschäftigte, Geringverdiener in schlecht bezahlten Jobs: Sie alle haben oft Probleme, überhaupt über die Runden zu kommen.

Damit auch Kinder aus Familien mit sehr geringem Einkommen einmal gut betreut Ferienspaß mit Gleichaltrigen haben können, organisiert die Caritas für ihre jährlich in den Sommerferien stattfindenden Kinder- und Jugenderholungen Zuschüsse von verschiedenen Stellen. Zwischen 600 und 700 Euro kosten die Freizeiten pro Kind. Zuschüsse gewähren unter bestimmten Voraussetzungen das Jobcenter, die AOK, das Jugendamt, die Pfarreien, der Caritas-Diözesanverband und die Caritas selbst. Doch die verfügbaren Mittel sind begrenzt, und selbst den reduzierten verbleibenden Eigenanteil und das nötige Taschengeld für die Kinder können einige Eltern nicht aufbringen.

Für diese Situationen ist das gespendete Geld gedacht. "Das freut mich unglaublich, dass so viele Leute ein Herz für die Kinder haben und so großzügig Geld gegeben haben", sagt Regina Greim-Weith. Sie ist in Kulmbach für alles Organisatorische rund um die Caritas-Kindererholungen zuständig. "Damit können wir gemeinsam vielen Kindern ein schönes Ferienerlebnis ermöglichen."

Im vergangenen Jahr konnten aufgrund der Corona-Pandemie nur zwei der sonst üblichen Freizeiten stattfinden, dieses Jahr sollen es wieder drei sein: an der Ostsee auf der Insel Usedom, in Grünheide am Peetzsee und in Teuschnitz im Frankenwald. Coronabedingt werden die Gruppen allerdings kleiner sein: Statt 34 gibt es nur 24 Plätze pro Freizeit.

Wer sich für eine Teilnahme interessiert, aber Sorgen hat, das Geld dafür nicht aufbringen zu können, kann sich bei Regina Greim-Weith, Telefon 09221/9574-21, melden, um das Problem zu besprechen und sich frühzeitig einen Platz zu sichern. "Wir suchen gemeinsam eine Lösung", verspricht die Caritas-Mitarbeiterin.

Für viele Familien seien die vergangenen Monate sehr schwer gewesen, sagt Greim-Weith. Und die Belastungen durch die Pandemie werden noch eine Weile anhalten. "Umso schöner ist es, wenn man jetzt schon etwas hat, worauf man sich freuen kann. Ein schönes Erlebnis für die Kinder, nach dem sie bestimmt etwas zu erzählen haben."