2018 wurde der Freundeskreis des Bad Kissinger Theaterrings gegründet, der sich zur Aufgabe gemacht hat, kulturelle Aktivitäten der Stadt, insbesondere Theateraufführungen und den Theaterring, zu unterstützen. Mit Beginn der Coronakrise war der normale Theaterbetrieb schwer beeinträchtigt. Der Freundeskreis wurde aktiv in der Kommunikation zwischen der Stadt, der Intendantin und den Mitgliedern, als es darum ging, wenigstens Relikte der geplanten Vorstellungen zu retten und die Vereinsmitglieder weiter über den Theaterring informiert zu halten.

Die Verbreitung von Informationen zu den Stücken vorab und von Kritiken im Anschluss stand seit Anbeginn im Fokus der Aktivitäten. Neu dazu kam die Verbreitung von Informationen seitens der Stadt sowie Angaben und Tipps zu online- Theateraufführungen etwa des Theaters Maßbach. Hier diente nicht nur der E-Mail-Verteiler der Mitglieder der Informationsübermittlung. Auch die Webseite des Freundeskreises half bei der Kommunikation und erreichte auch viele Bürger über die Vereinsmitglieder hinaus. Im Jahr 2020 allein konnten über 40 000 Klicks gezählt werden, die Informationen zu den Aufführungen werden von Bewohnern wie Gästen der Stadt gerne angenommen.

Am 21. September fand die Jahreshauptversammlung statt. Sie begann mit einem Rückblick auf die letzte Spielzeit mit ihren vielen Ausfällen, der ungünstigen Verlegung der Aufführungen in den Max-Littmann-Saal und der drastischen Reduzierung der zur Verfügung stehenden Plätze durch die Corona-Bestimmungen. Bei der turnusgemäß durchgeführten Wahl wurde der alte Vorstand einstimmig wieder gewählt: Dr. Elisabeth Müller als 1. Vorsitzende, Rainer Zenner als Stellvertreter, Martha Müller als Schatzmeisterin und Christiane Treubig als Schriftführerin. Birgit Eber stellte sich für die aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretene Ilse Sand als Partnerin von Heike Zöller für die Kassenprüfung zur Verfügung und ergänzt damit künftig das Team.

Theaterprogramm

Wie üblich, gehörte auch die Vorstellung des neuen Programms für 2021/2022 zum Inhalt der Vereinsversammlung. Die Intendantin des Theaterrings, Gerhild Ahnert, stellte es ausführlich vor. Klassisches Schauspiel mit Shakespeare von "Romeo und Julia" bis zu "Richard dem Dritten" ist ebenso dabei wie das schon in der letzten Spielzeit erwartete und dann verschobene "Fräulein Julie" von August Strindberg. "Amadeus" von Peter Shaffer wird ein ungewohntes Mozart-Bild ins Kurtheater bringen, und mit dem Musical "Cabaret" wird das Theater Hof in das turbulente Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts entführen. Ein besonderes Schmankerl wird aber sicher Astor Piazzollas Tango-Oper "Maria de Buenos Aires" sein.

Sylvia Zoll vom Kulturbüro der Stadt teilte Hintergründe zur Finanzierung der problematischen Spielzeit 2020/2021 mit. Zur großen Freude der Versammlung erklärte sie, dass alle Abonnements weiter bestehen bleiben, der Kartenverkauf begann am Freitag.

Zum Schluss bekräftigte der Freundeskreis, dass der Theaterring ein kulturelles Kleinod im von Max Littmann erbauten Kissinger Kurtheater ist. kag