Dezentrale Versorgung liegt im Trend. Auch in Untersiemau ist ein derartiges Projekt im Entstehen. Der Ausschuss für Infrastruktur, Bauen und Umwelt sah sich am Dienstag auf dem Grundstück am Ortsende von Untersiemau in Richtung Weißenbrunn am Forst um, wo eine "Natur-Garten-Acker-Werkstatt" aufgebaut wird. Im Frühjahr soll es losgehen. Die Zielsetzung sei, so erklärte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU), Respekt zu entwickeln vor guten Lebensmitteln im Einklang mit der Jahreszeit und der Region. Das Projekt richte sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, sie sollten die Vielfalt an Gemüse und Kräutern kennenlernen und erfahren, welche Arbeiten und Veränderungen in einem Gartenjahr anstehen. Sie sollten auch Verständnis entwickeln für die in der Landwirtschaft und im Gartenbau arbeitenden Menschen. Rektorin Kerstin Meyer betonte, dass im Rahmen des Schulunterrichts gesät, gegossen, geerntet, gekocht und gegessen werden soll. Das Projekt laufe unter der Aufsicht von Esther Herrnbredl. Rosenbauer meinte über die examinierte Heilerziehungspflegerin: "Sie hat zweifelsohne den grünen Daumen." Die Kosten für den Lerngarten betragen 11 600 Euro, wobei auf Spenden gehofft wird. Zu 75 Prozent kann die grüne Werkstatt bezuschusst werden. Vom Regionalbudget der Allianz B 303+ ist eine finanzielle Unterstützung zu erwarten. Nun muss noch der Gemeinderat dem Projekt zustimmen.

Auf den Friedhöfen Scherneck und Untersiemau sollen geschädigte Hecken herausgenommen und neue gepflanzt werden. Dem muss ebenfalls noch der Gemeinderat zustimmen.

Zustimmung wurde den beantragten Erweiterungen der Firmen Angermüller und Stefan Pörl erteilt. dav