Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (CSU) hat eine neue, verantwortungsvolle Aufgabe. Der Thereser Politiker wurde Vorsitzender des neuen Beirates der Maßregelvollzugs-einrichtung für das Schloss Werneck (Kreis Schweinfurt), wie er unserer Zeitung bestätigte.
Aufgrund der Diskussionen um den Fall Mollath und nach dem Bau der Modellautos in der Forensik Ansbach hat der Bayerische Landtag 2015 ein neues Maßregelvollzugsgesetz verabschiedet, mit dem für jede Einrichtung ein eigener Maßregelvollzugsbeirat geschaffen werden muss. Der Beirat der Maßregelvollzugseinrichtung für das Schloss Werneck hat sich kürzlich zu seiner konstituierenden Sitzung in Werneck getroffen. Mit Beschluss des Landtages wurde zum Vorsitzenden der Thereser CSU-Landtagsabgeordnete und Rechtsanwalt Steffen Vogel bestimmt. Als seine Stellvertreterin fungiert die Schweinfurter SPD-Abgeordnete Kathi Petersen, wie Vogel weiter mitteilte. Dem Gremium gehören weiter die Bürgermeisterin des Marktes Werneck, Edeltraud Baumgartl, der Leiter des Kaltenhofes in Schonungen und Gründer des Vereins LEVI, Matthias Weichold, und der Leiter des Johanna-Kirchner-Hauses in Marktbreit, Franz Bernitzky, an.
"Wir wollen, dass der Maßregelvollzug in Werneck rechtssicher, transparent und menschlich ist. Wir wollen weiter dazu beitragen, Mängel möglichst frühzeitig zu erkennen und abzustellen", fasst Steffen Vogel, die Zielrichtung des Maßregelvollzugsbeirates zusammen.


Zwei wesentliche Aufgaben

Im Maßregelvollzug sind psychisch und suchtkranke Täter untergebracht - in Bayern waren es im letzten Jahr über 3900 und in Werneck rund 65. Der Maßregelvollzug soll die Sicherheit der Bevölkerung einerseits gewährleisten und andererseits hat er die Heilung der untergebrachten Personen zum Ziel. red