Lisa Kieslinger

Hain — Bis Juni 2016 sollen auf dem Rainberg in Hain fünf Windräder entstehen. Windradgegner, allen voran die Initiative "Wind gerne - aber mit Abstand", versuchten bis jetzt alles, um den weiteren Baufortschritt zu verhindern. Aktuell ruhten ihre Hoffnungen auf einer Klage des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). Die Vogelschützer wenden gegen die Windräder ein, dass dadurch geschützte Vogelarten wie Schwarzstorch, Uhu, Roter Milan und Wespenbussard bedroht beziehungsweise beeinträchtigt werden.
Sie forderten in einem Eilantrag eine Beobachtung dieser Vögel in einer weiteren Brutperiode. Ein positives Ergebnis für den LBV hätte den Bau der Windräder erheblich verzögert oder sogar ein neues Verfahren notwendig gemacht. Doch mit all dem Hoffen ist nun Schluss: Der Verwaltungsgerichtshof Bayreuth hat einen Beschluss herausgegeben. "Der Antrag vom Landesbund für Vogelschutz wurde abgelehnt", sagt Dietmar Lang, stellvertretender Pressesprecher. Im Eilverfahren habe die zweite Kammer des Verwaltungsgerichtshofes Bayreuth unter Vorsitzendem Otto Schröppel geprüft, welche Erfolgschancen die Klage des LBV hat. Die vorgelegten ornithologischen Gutachten hätten nicht aufgezeigt, dass von den Windkrafträdern eine signifikante Gefährdung seltener Vögel ausgehe, so der Pressesprecher.
Noch am selben Tag ging der Beschluss an alle Prozessbeteiligten. Dazu gehören neben dem Anwalt des LBV der Antragsgegner, in diesem Fall das Landratsamt Kronach, und die Betreiberfirma MVV Energie aus Mannheim.
"Der Landesbund für Vogelschutz kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde einreichen", erklärt Dietmar Lang. Diese werde dann vom Verwaltungsgerichtshof in München geprüft.