Höchstadt — "Soll doch der Teufel dieses Zeug spielen!" Mit diesen Worten beendete Franz Schubert, der mit Sicherheit nicht in die Reihe der herausragenden Pianisten seiner Epoche einzuordnen ist, abrupt und nach einem groben Fehler seinen Vortrag eines eigenen Werks.
An einem Klavierabend für zwei bis vier Hände, zu dem die Fortuna Kulturfabrik am Samstag, 28. Juni um 20 Uhr nach Höchstadt einlädt, stellen die Pianistinnen Eva Genari und Maria Saulich eben dieses "Zeug" in den Mittelpunkt ihres Programms. Sie greifen mit den drei Klavierstücken aus dem Nachlass für Klavier solo und der Fantasie in f- moll für Klavier zu vier Händen auf Schlüsselwerke aus Schuberts Todesjahr zurück.
Neben Schubert versprechen Ausschnitte aus der Suite "Romeo und Julia" von Prokofiev, Variationen von Mozart sowie Werke von Chopin einen vielseitigen und kurzweiligen Abend, durch den die Künstlerinnen selbst führen werden.
Die Pianistinnen Eva Genari und Maria Saulich lernten sich im November 2011 an der Städtischen Musikschule Bayreuth kennen. Eva Genari absolvierte ihr pädagogisches und künstlerisches Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Städtischen Musikschule Bayreuth konzertiert sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin. Darüber hinaus engagiert sie sich im Bereich Musikvermittlung.
Maria Saulich, erste Preisträgerin des Jugendkulturförderpreises des Landkreises Erlangen-Höchstadt, studierte Musik an der Hochschule für Musik Würzburg und der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest sowie Management an der englischen Fernuniversität Open University. Anknüpfend an ihre Tätigkeit als Assistentin des Kulturbeauftragten für Musik und Theater der Stadt Bayreuth im Rahmen des Wagner-Jubiläums 2013, konzertiert sie im In- und Ausland mit kammermusikalischen Ensembles.
Die Zuhörer dürfen sich also am Samstag, 28.Juni, auf einen klangvollen und abwechslungsreichen Abend in der Fortuna freuen. red