Zu den Beiträgen "Generation E" im Fränkischen Tag vom 3. Dezember:

Elektroautos als Allheilmittel gegen den Klimawandel, unschlagbar sparsam und kostengünstig? Gegenargumente:

- Hohe staatliche Zuschüsse für den Kauf von E-Autos. Kommunen und Staat finanzieren Ladestellen. Das Tankstellennetz wird privatwirtschaftlich finanziert, die Kosten fließen in die Benzin-/Dieselpreise ein. Ein umfassender Vergleich würde zeigen, dass E-Autos teurer in den Gesamtkosten sind als konventionelle Pkw.

- Verbrauch E-Golf laut ADAC 17,3 kWh/100 km. Bei 0,30 Euro/kWh Energiekosten von 5,19 Euro/km. An öffentlichen Ladestellen Kosten bis zu 0,77 Euro/kWh, d.h. Kosten von 13,32 Euro/100 km! Verbrauch Golf 8 Diesel laut ADAC 4,8 l/100 km. Bei 101,9 Euro/100 km Treibstoffkosten von 4,89 Euro/100 km.

- Die Produktion des Akkus von 35 kWh des E-Golfs erfordert so viel Energie wie alle anderen Bestandteile des E-Golfs zusammen.

- Ein E-Auto verursacht bei der Herstellung doppelt so viele Schadstoffe wie ein Auto mit Verbrennungsmotor. Mit einem E-Auto müssen etwa 120 000 km gefahren werden, bis sich dieser Umweltnachteil egalisiert.

- Die Entsorgung verbrauchter Akkus ist nicht gesichert.

- Kobalt und Kupfer für die Akkus werden im Kongo durch Kinderarbeit abgebaut.

- IfW (Institut für Wirtschaft) erklärt, E-Autos bringen nichts fürs Klima, sie sind nur lokal emissionsfrei, aber in der Bilanz von der Herstellung bis zur Verschrottung nicht.

- Abbau von Lithium in Südamerika zerstört die Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung, die von der Lama-Züchtung lebt. Tiere erkranken, viele sterben. Der Verbrauch des Süßwassers trocknet Brunnen aus, Süßwasser wird verunreinigt. Die Kontamination ist irreversibel.

- Staubteppiche durch Graphitabbau in China vergiften Agrarflächen und Bevölkerung.

- Durch Abbau seltener Erden in der Mongolei riesige schwarze Abwasserseen mit Schwermetallen und Giftstoffen, die das Grundwasser kontaminieren. Zudem radioaktive Verschmutzung durch Staubentwicklung.

- Der Verbrauch von Kupfer wird in den nächsten 30 Jahren so hoch sein, wie die Menschheit bis heute verbraucht hat.

- Durch Kupfertagebau in Chile Kontamination mehrerer Tausend Quadratkilometer Land.

- Feststellung des Bundesumweltministeriums: "Der Rohstoffaufwand ist bei E-Autos höher als bei konventionellen PKW, ebenso die Masse des insgesamt ausgestoßenen Feinstaubs."

- Wikipedia: "Im Vergleich zu einem konventionellen Pkw hat der E-Pkw Nachteile bei Feinstaubemissionen, Wasserentnahme, Versauerung und Humantoxizität ..."

- Die EU ignoriert die weltweite Energiebilanz von E-Autos und setzt den CO2 -Ausstoß reiner E-Autos per Definition auf Null!

- Die E-Mobilität schönt lediglich auf dem Papier die CO2 -Bilanz Deutschlands und der Autohersteller, um Strafzahlungen der EU zu vermeiden.

- Sehr empfehlenswert zum Thema Umweltwirkung der E-Mobilität ist ein Beitrag des Senders ARTE, der bis 22. Januar 2021 über folgenden Link angesehen werden kann: https://www.arte.tv/de/videos/084757-000-A/umweltsuender-e-auto/

Hans Pietz

Pressig