Christian Licha

"Wir drei Bürgermeister leben es in der Verwaltung vor und tragen im Büro immer eine Maske", sagte Wonfurts Bürgermeister Holger Baunacher (CSU), der die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres am Donnerstag in Vertretung für den derzeit erkrankten Gemeinschaftsvorsitzenden Matthias Schneider (Bürgermeister von Theres) leitete.

Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr habe sich das Zwei-Schicht-System in der Verwaltung und den Bauhöfen der drei Mitgliedsgemeinden Gädheim, Theres und Wonfurt bewährt. So werde vermieden, dass alle Mitarbeiter bei einem eventuell auftretenden Corona-Fall in Quarantäne müssen, und gleichzeitig werde die Handlungsfähigkeit sichergestellt. Parteiverkehr sei grundsätzlich nach telefonischer Anmeldung möglich, so Holger Baunacher, der aber im jetzigen Lockdown die Bürger bittet, ihre Anliegen auf das Nötigste zu beschränken.

Ein Beispiel

Als Beispiel nannte der Bürgermeister den Fall eines abgelaufenen Personalausweises: "Wenn man zusätzlich auch einen noch gültigen Reisepass besitzt, kann man durchaus die Beantragung des Personalausweises um einige Zeit hinauszögern und erst in die Verwaltung gehen, wenn sich die allgemeine Corona-Lage entspannt hat."

Die drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Theres (Gädheim, Theres und Wonfurt) haben in ihren Gemeinderatssitzungen bereits die interkommunale Zusammenarbeit für eine eventuelle Teilnahme am Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung (Gigabitrichtlinie) beschlossen. Und die VG-Gemeinschaftsversammlung beschloss ihrerseits das Einverständnis zur Teilnahme laut den erfolgten Gemeinderatsbeschlüssen. Ziel ist es, die bestmögliche Breitbandanbindung durch Glasfaseranschluss für jedes Haus in den Gemeindegebieten durch hohe Fördergelder zu erreichen.

Im ersten Schritt wird der Bedarf ermittelt, der dann in eine sogenannte Versorgungskarte integriert wird. Die Gemeinden bitten deshalb alle Bürger, die aus beruflichen Gründen eine schnelle Internetverbindung benötigen, dies der VG Theres bis zum 31. Januar mitzuteilen. Anschließend wird überprüft, ob und zu welchen Kosten eine Glasfaseranbindung im jeweiligen Fördergebiet möglich ist. Dieses kann sich auch auf mehrere Erschließungsgebiete aufteilen. Ob und welche Gebiete tatsächlich gefördert und ausgebaut werden, ergibt sich erst am Ende des Verfahrens. Entscheidend werden auch die Eigenanteile der Kommunen sein, die bei dieser Ausbauvariante selbst bei hoher Förderung teilweise erheblich zu Buche schlagen.