Noch ist die bei der Januarsitzung beschlossene kommunale Verkehrsüberwachung des ruhenden Verkehrs nicht in trockenen Tüchern. Der Gemeinderat musste bei seiner letzten Sitzung einen Rückzieher machen. Der Grund: Der vorgesehene Partner, die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) Zapfendorf, stellte sich auf die Hinterfüße und verlangt von der Gemeinde, dass sie neben dem ruhenden Verkehr auch den fließenden Verkehr zusätzlich kontrollieren möchte. Das schmeckte den Räten nicht. Sie lehnten auch aus Kostengründen eine Überwachung des fließenden Verkehrs einstimmig ab. Genannt wurden Kosten von 1500 Euro monatlich für beide Maßnahmen minus der Verwarnungs- und Bußgeldeinnahmen.

Obendrein wurde die Verwaltung beauftragt, ein alternatives Angebot lediglich für den ruhenden Verkehr zu suchen. Aus dem Gremium kamen Vorschläge, bei der Überwachung des stehenden Verkehrs mit der Gemeinde Ebersdorf bei Coburg zusammenzuarbeiten oder zumindest die Gemeindeverwaltung Hinweise übers Falschparken anbringen zu lassen. Doch diese wurden abgelehnt.

Der Gemeinderat befasste sich mit der Projektstudie für ein Starkregen-Risikomanagement. Das ist auch notwendig, da die Gemeinde bereits von Starkregen betroffen war. Neue Technologien mit Simulationen sollen künftig überflutungsgefährdete Gebiete erkennen und gezielt bauliche Maßnahmen zum kommunalen und privaten Schutz entwickeln. Vorgestellt wurden die Starkregen-Gefahrengebiete in der Gemeinde und ein Frühalarmsystem. Letzteres soll durch Vorkehrungen und Verhalten Schäden abwenden und Schlimmeres verhindern.

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Fahrer des gemeindeeigenen Einkaufsbusses wurden Klaus Köhler, Walter Bayer, Raimund Sander, Hans Anschütz, Wolfgang Lux, Gerda Gallinski und Bernd Fiedler geehrt. In den vergangenen Jahren hätten sie 990 ehrenamtliche Stunden am Steuer geleistet und rund 3000 Personen befördert, sagte Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG).