Wolfgang Desombre Bei der Hauptversammlung des Thüringerwald-Vereins (TWV), Zweigverein Coburg, sagte Vorsitzender Dieter Schubert, dass man sich Sorgen um den Wald an der Alexandrinenhütte auf der Senningshöhe mache. Denn dort habe sich der Borkenkäfer breit gemacht. Rund 80 Prozent der vier Hektar großen Fläche seien von den Schädlingen befallen. Zum Glück habe es Hilfe gegeben. Frank Reißenweber habe als Naturschutzwart den Verein bei Arbeiten im Wald unterstützt. Es seien etliche befallene Bäume entfernt worden. Nun müsse eine Aufforstung im Sinne des Naturschutzes erfolgen. Fördermittel seien in Aussicht gestellt und schon beantragt worden, berichtete Schubert.

Es gab noch mehr zu berichten: Für die Alexandrinenhütte musste ein neuer Kachelofenheizeinsatz eingebaut werden. Die Bewirtung der vielen Gäste könne nur mit einem funktionstüchtigen Herd erfolgen, der für rund 1800 Euro gekauft werden müsse, sagte Schubert.

Laut Wanderwart Friedhold Göhring seien 22 Wanderungen im Angebot gewesen und 453 Teilnehmer hätten dabei 248 Kilometer zurückgelegt. Acht Wanderführer, davon zwei zertifizierte, hätten die Familien- und Gesundheitswanderungen und die restlichen Wanderungen organisiert. Elf Helfer hätten 521 Arbeitsstunden in die Beschilderung der rund 400 Kilometer zu betreuenden Wanderwege investiert. "Auf Sicht markieren", seien die Vorgaben der Behörden dabei. Die immensen Waldschäden seien ein Problem, denn dadurch würden auch Markierungen verschwinden.

Geplant seien Patenschaften für einzelne Wanderwege, informierte Wegewart Roland Weiß. Es sei daran gedacht, dass Firmen solche Patenschaften übernehmen und dabei ihren Namen in der Beschilderung wiederfinden.

Für ihren selbstlosen Einsatz dankte Hüttenwart Mike Tendera den vielen freiwilligen Helfern, die sich bei der Bewirtung der Gäste der Alexandrinenhütte engagieren. Von Karfreitag an bis zum Jahresende sei die Hütte an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet gewesen. "Die Alexandrinenhütte wird von vielen Gästen als echtes Ausflugsziel auf dem höchsten Punkt im Coburger Land gerne angenommen", sagte Tendera. Ein erwirtschaftetes Ertragsplus von etwa 30 Prozent lasse Spielraum für weitere Investitionen. Am Karfreitag, 10. April, soll die neue Saison beginnen.

Was den namensgebenden Wald betreffe, so sei geplant, dass Besucher Baum-Patenschaften übernehmen könnten. Sie könnten dabei den Baum selbst pflanzen, pflegen, sich für ihn verantwortlich sehen und ihm beim Wachsen zusehen, sagte Tendera.

Beim Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" habe der Thüringerwald-Verein zum engsten Unterstützerkreis im Coburger Aktionsbündnis gehört, erinnerte Naturschutzwart Frank Reißenweber. Auch sei im vergangenen Jahr das endgültige Ende des Verkehrslandeplatzes Neida-Wiesenfeld - auch aus Gründen der Unvereinbarkeit mit geltendem EU-Naturschutzrecht - beschlossen worden. "Hier hat der Naturschutz einen Sieg errungen", freute sich Reißenweber.