Bei der Jahresabschlusstagung des VdK-Kreisverbandes Lichtenfels, zu der sich die Vertreter der 24 Ortsverbände in der Turnhalle des TSV Marktzeuln trafen, wurde Bilanz über die Ereignisse des letzten Jahres gezogen.
VdK-Kreisvorsitzender Heinz Wittmann ging zunächst auf einige herausragende Ereignisse ein. So hätten sich am 11. Juni die Ortsvorsitzenden, Stellvertreter und Kassierer zur jährlichen Arbeitstagung des Kreisverbands getroffen. Die landesweite Kampagne "Weg mit den Barrieren" habe der VdK-Kreisverband im Juni mit einem Infostand auf dem Lichtenfelser Marktplatz und im Juli mit dem Besuch der VdK-Großkundgebung mit der Landes- und Bundesvorsitzenden Ulrike Mascher anlässlich der Landesgartenschau in Bayreuth unterstützt.


Kreisverbandstag in Arnstein

Für das neue Jahr lud Heinz Wittmann zunächst mit dem Kreisfasching auf der Karolinenhöhe am 24. Februar zu einer geselligen Veranstaltung ein. Der Kreisverbandstag mit Neuwahlen findet am 29. April in der Gastwirtschaft Frankenhöhe in Arnstein und der Kreisverbandsarbeitstag am 17. Juni im Kulturhaus in Kösten statt. Als wichtigsten Termin stellte der Vorsitzende die VdK-Großveranstaltung am 29. Juli im Kongresshaus in Coburg heraus, bei der im Hinblick auf die Bundestagswahl der VdK seine Forderungen insbesondere zur Verbesserung der Situation der Rentner vorstellen wird. So fordere der VdK die Abschaffung der sozial ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten, das Stoppen der Talfahrt des Rentenniveaus, die vollständige Angleichung der Mütterrenten, eine Rente nach Mindesteinkommen, echte Beschäftigungschancen statt einer höheren Regelaltersrente sowie die Einführung einer allgemeinen Erwerbstätigenversicherung.
VdK-Kreisgeschäftsführer Peter Groh stellte den hohen Stellenwert der Mitgliederbetreuung im Kreisverband und den 24 Ortsverbänden heraus. So seien in der Kreisgeschäftsstelle in Lichtenfels 3869 Beratungen durchgeführt, 789 Anträge gestellt und in 244 Widerspruchs- und 43 Klageverfahren vertreten worden, wodurch für die Mitglieder 173 322 Euro an Nachzahlungen erstritten werden konnten. Die Mitgliederzahl im Kreisverband sei mit 5820 weitgehend konstant geblieben, da den 351 Neuaufnahmen etwa gleich viele Abgänge durch Sterbefälle und Austritte gegenüberstanden.
Die Sammlung "Helft Wunden heilen" habe auf Kreisebene 13 366 Euro erbracht. Mit den Spendengeldern werden unter anderem Ferienaufenthalte für schwerstbehinderte Kinder, die Betreuung chronisch Kranker und pflegebedürftiger Menschen und Beihilfen für in Not geratene Mitmenschen finanziert. Die Kreisgeschäftsstelle werde auch weiterhin alles tun, um den Mitgliedern zu ihrem Recht zu verhelfen. Sehr gut werde auch die Internetseite angenommen, die im Durchschnitt monatlich 1981 Mal aufgerufen wird.
Seminare, Tagungen, Vorträge sowie Besichtigungen sozialer Einrichtungen standen im Mittelpunkt der vielfältigen Aktivitäten der Frauen im VdK-Kreisverband, wie aus dem Bericht der Kreisfrauenvertreterin Sylvia Heib hervorging. Susanne Lutter, die Vertreterin der jüngeren Mitglieder, stellte als herausragendes Ereignis eine im Juni im Rahmen der VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren" durchgeführte Aktion heraus, bei der körperliche Gebrechen im Alter wie Sehbehinderung, Schwerhörigkeit und Bewegungseinschränkungen unter anderem mit Hilfe eines Alterssimulationsanzuges deutlich gemacht wurden.


In Oberfranken 88 000 Mitglieder

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Heinz Hausmann, der ein- bis zweimal monatlich in der Lichtenfelser Kreisgeschäftsstelle Rentenanträge bearbeitet, stellte fest, dass der VdK ein starkes Netz der Sozialsicherheit mitaufgebaut habe, trotzdem gebe es aber noch viel zu tun. Der VdK-Bezirksgeschäftsführer Roland Sack hob hervor, dass der Sozialverband VdK mit seinen bundesweit 1,75 Millionen Mitgliedern in Oberfranken mit neun Kreisverbänden, 304 Ortsverbänden und 88 750 Mitgliedern stark verwurzelt sei. Der VdK setze sich für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke sowie Pflegebedürftige und deren Angehörige ein. Zum positiven Image des VdK, der sich als Sprachrohr der benachteiligten Menschen verstehe, trügen vor allem seine Kompetenzen in sozialen Fragen und als Sozialrechtsberater bei. Alfred Thieret