Die Nacht vom 21. auf den 22. Juli 1992 wird die ältere Generation nicht vergessen. Ein schweres Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen und gewaltigem Hagelschauer entlud sich. Im Zentrum des Unwetters im Landkreis Kulmbach lagen die Gemeinden Himmelkron und Marktschorgast. So wurden in Marktschorgast Pflastersteine weggespült, Keller und Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen, Maisfelder platt gewälzt und ein Großteil der Ernte vernichtet. Dies alles fünf Tage vor der 883. Jakobi-Kirchweih.

Damals sprach Bürgermeister Josef Kofer in seinem Grußwort im Festzelt: "Lasst uns den Mut nicht verlieren und in optimistischem Sinn weitermachen". Am schlimmsten hatte es im Ortsteil Grundmühle das Anwesen Gustav Schmeißner mit Pension und Café getroffen. Die Wassermassen hatten ein Auto auf ein ehemaliges Werkstor geschwemmt. Das Untergeschoss des Hauses wurde vollkommen verwüstet. Den Bewohnern gelang es nur mit Mühe, ins Freie zu kommen. Die Marktschorgaster Feuerwehr, zuvor in der Firma Paul Langer in der Verzinkerei im Einsatz, kam der Familie zu Hilfe. Sie fand ein Chaos vor. Prei