Presseck  —  Die Untere Steinach und ihre Nebengewässer sollen wieder in einen guten Zustand kommen. Dafür unterzeichneten die Bürgermeister der Kommunen Grafengehaig, Guttenberg, Helmbrechts, Marktleugast, Presseck, Rugendorf, Stadtsteinach und Untersteinach bei einem gemeinsamen Treffen an der Steinachklamm mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof eine Vereinbarung.

Konkret sollen die insgesamt 55 Kilometer Gewässer von deren Quellen bis zur Einmündung der Steinach in die Schorgast unweit der neuen Brücke der Untersteinacher Ortsumgehung durch ein Fachinstitut zunächst eingehend untersucht werden. Denn die Untere Steinach und ihre Nebengewässer wie Schlackenmühlbach, Rauschbach, Kleiner Rehbach, Rehbach und Großer Rehbach sowie Zaubach mit Hohlmühlbach, Katzbach und Zettlitz und der Liesbach sind laut Gabriele Merz, der Leiterin des Wasserwirtschaftsamtes, "nach europäischem Bewertungsmaßstab in einem unbefriedigenden ökologischen Zustand". Das betreffe diese Gewässer vor allem als Lebensraum für Fische, aber auch für Plankton und Wasserpflanzen. Um den augenblicklichen Zustand zu verbessern, sollen für diese Gewässer nach der Analyse notwendige Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.

Kosten werden verteilt

Mit den umfassenden Planungen soll ein Ingenieurbüro beauftragt werden, das schließlich ein Umsetzungskonzept erarbeiten wird. Die Planungen werden vom Wasserwirtschaftsamt Hof beauftragt, die Kommunen beteiligen sich finanziell anteilig der Länge der Gewässer auf ihrem Gemeindegebiet. Die Kosten für das Konzept veranschlagt das Wasserwirtschaftsamt auf insgesamt 56 000 Euro. Es soll bis Ende 2022 vorliegen.

Die daraus resultierenden Maßnahmen würden später mit 70 Prozent durch den Freistaat gefördert, stellte Gabriele Merz den Bürgermeistern in Aussicht. Von den insgesamt 55 Kilometern Wasserlauf seien die einzelnen Gemeinden mit 34 Kilometern Gewässer dritter Ordnung selbst betroffen; der Rest obliegt dem Wasserwirtschaftsamt. Für den Pressecker Bürgermeister Christian Ruppert als "Hausherr der Steinachklamm" ist dies "eine feine Sache und ein Zeichen dafür, dass die acht Kommunen für ein gleiches Ziel zusammenarbeiten; ungeachtet der jeweiligen parteipolitischen Provenienz in ihren Rathäusern".