Zur unserer Berichterstattung über die aktuelle Diskussion zur Erschließung der Plassenburg über den Buchwald erreichte uns folgende Leserzuschrift: Die Ankündigung eventuell zukünftig die Plassenburg über eine Straße durch den Buchwald für Reisebusse zu erschließen bestürzte mich.

Eigentlich ist das Modell Pendelbus gar nicht schlecht, warum aber funktioniert das nicht richtig? Mich hatten bereits Besucher auf dem EKU-Parkplatz nach dem Weg in die Innenstadt angesprochen, Burg und Pendelbus waren ihnen komplett entgangen. Später ging ich also der Sache gezielt nach.

Dabei fiel mir auf, dass sich, so unglaublich das klingt, an den entscheidenden Orten, dem Bahnhofsvorplatz und den beiden großen Parkplätzen weder Stadtpläne noch gut sichtbare Hinweisschilder auf die Plassenburg und den Pendelbus zur Burg befinden.

Die Haltestelle des Pendelbusses kommt ganz unscheinbar daher, nichts weist auf eine Pendelbushaltestelle hin. Ich musste erst genau schauen, ehe ich im Fahrplan der Linie 5 unter anderem auch die Plassenburg entdeckte.

Dies müsste dringend hervorgehoben werden. Dabei ist zu überlegen, doch wieder zum kleineren Bus, der häufiger fährt zurückzukehren, statt des stündlichen Linienbusses! Dieser könnte dann auch eine auffällige fröhliche Gestaltung erhalten und zuverlässig, vielleicht alle 15 Minuten zur Burg hochfahren. Darauf lässt man sich gern ein.

Verständlich, die Kulmbacher kennen sich in ihrer schönen Stadt aus. Um diese aber auch für auswärtige Besucher attraktiver zu machen, muss man versuchen mit deren Augen zu sehen.

Auch Familien für die Burg zu begeistern, ist möglich. Wie wäre es ,wenn statt eines Parkplatzes ein schöner Naturspielplatz wie der "Spiel wie nix" auf dem Kordigast errichtet wird? Da fahren Eltern und Großeltern gerne hoch mit ihren Kindern und Enkeln. Dazu noch eine kleine Imbiss-Versorgung, Bierbänke, fertig ist das Familienidyll.

Natürlich könnten auch die wirklich sehenswerten Ausstellungen nach museumspädagogischen Gesichtspunkten noch ansprechender gestaltet werden, Kulmbach hat Pfunde, mit denen es wuchern kann, gibt es ja auch jetzt schon ansprechende Führungen auch für Familien im Innen- wie auch im Außenbereich.

Auch wir fanden das Projekt einer Standseilbahn damals großartig, aber nun wieder von vorn? Ich glaube, das dauert einfach zu lange, und preiswerter ist es auch nicht geworden. Warum also nicht das viel näher Liegende ohne großen Aufwand einfach tun, und wenn es eine Zwischenlösung für eine Reaktivierung des Themas Standseilbahn wäre?

Eine originelle "Vermarktung" tut not und fängt bei den erwähnten Kleinigkeiten an.

Es ist nicht zeitgemäß gesunde Bäume mit hohem Erholungswert für eine neue Straße zur Burg zu fällen und die Erde zu versiegeln, ebenso nicht die Stadt an ihrer Engstelle, obere Stadt, Spiegel, Röhrenplatz, Wolfskehle mit umweltschädlichem Diesel zu verpesten und zu verstopfen. Barbara Biella

Kulmbach