Der Campus in Kulmbach wird noch vielfältiger: Waren die bisher gestarteten englischsprachigen Masterstudiengänge vor allem für internationale Studierende interessant, zieht der neue deutschsprachige Bachelor "Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften" offenbar vor allem junge Menschen aus Bayern an. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universität hervor.

Der Großteil der über hundert Bewerberinnen und Bewerber habe durch gute schulische Leistungen und bisher erworbene Qualifikationen überzeugen können. Insgesamt wurden nach Angaben der Uni 76 Zulassungen ausgesprochen. Wie viele Erstsemester tatsächlich kommen werden, werde sich erst zum Vorlesungsstart im Oktober zeigen.

Es sei davon auszugehen, dass die Annahmequote hoch ausfallen wird, schließlich gebe es in Deutschland kaum vergleichbare Studiengänge. Stephan Clemens, Gründungsdekan der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit erklärt: "Wir freuen uns sehr, dass sich auf Anhieb so viele junge Menschen für dieses Angebot interessieren und sich auf das Abenteuer einlassen wollen, an einem neuen Standort ein bisher so in Deutschland nicht existierendes interdisziplinäres Studium aufzunehmen."

Angespannte Raumsituation

Die Fakultät müsse auch aus der angespannten Raumsituation das Beste machen. So hat die Uni das Kino in Kulmbach bereits für Vorlesungen angemietet, außerdem Räume beim Roten Kreuz, der Volkshochschule und sogar die Stadthalle. Am Campus in Kulmbach hofft man, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibt und die Erstsemesterbegrüßung sowie andere Kennenlern- und Orientierungsangebote in Präsenz stattfinden können.

Die Studierenden vor Ort haben sich einiges einfallen lassen, um die Neuen willkommen zu heißen. Geplant sind beispielsweise eine interaktive Stadtrallye, ein Running Dinner und Fragestunden mit vielen Tipps aus erster Hand zum Thema "Studieren in Kulmbach".

Weiter schwierig bleibt nach Angaben der Universität die Unterbringung der Studierenden - die Verantwortlichen in Kulmbach rechnen mit etwa 150 bis 180 Studierenden aller drei Studiengänge, die ab Herbst in Kulmbach studieren werden. Da das Studierendenwohnheim in Kulmbach bereits belegt sei, werde der privaten Wohnungsmarkt immens wichtig. Gesucht würden Ein-Zimmer-Apartments sowie größere Wohnungen für WGs und Familien mit guter ÖPNV-Anbindung.

Bei Rückfragen zu dem Thema steht Doris Pfaffenberger zur Verfügung (Mail: campus-kulmbach@uni-bayreuth.de, Telefon: 09221-4071002). Wohnungsangebote können auch direkt ans Studentenwerk Oberfranken gemeldet werden (Frau Weiß, Telefon: 0921/5559-54, birgit.weiss@studentenwerk-oberfranken.de). red