Die Bauarbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr schreiten zügig voran. Über 3100 Stunden Eigenleistung wurden bisher von den Mitgliedern und freiwilligen Helfern in Zusammenarbeit im Ort und mit der Gemeinde erbracht.

Ausgangspunkt war der 7. März 2018, als in der Gemeinderatssitzung der Neubau des Feuerwehrhauses beschlossen wurde. Weitere Genehmigungen folgten, und mit der Heckenrodung für die Freilegung des Bauplatzes am 12. Oktober 2018 sowie dem Beginn des Aushubs einen Tag später nahm die Baumaßnahme Fahrt auf. Der offizielle Spatenstich erfolgte am 23. November 2018 und bereits am folgenden Tag wurden die Streifenfundamente für die Bodenplatte gelegt. Die Mauerarbeiten nahmen ihren Anfang am 14. Februar 2019, und am 4. April konnte bereits das Dach für den Wirtschaftsraum aufgerichtet werden. Nun hieß es, die Fahrzeughalle ausmauern und die Ringanker betonieren. Kurz nach dem Beginn der Dacharbeiten wurde am 17. April 2019 das Richtfest gefeiert. Im Mai 2019 nahm der Neubau durch den Einbau der Fenster und Türen weiter Gestalt an, und im Juni 2019 wurde der Bau durch das Aufbringen der Ziegeln dicht. Bis August 2019 gab es verschiedene Kleinigkeiten zu erledigen, die jede Menge Zeit in Anspruch nahmen. Anfang August wurde die Elektroinstallation in Angriff genommen, und im September folgte die Sanitärinstallation. Mitte Oktober 2019 wurde der erste Außenputz aufgetragen, und im November bewältigten die fleißigen Feuerwehrler und Helfer das Streichen der Fahrzeughalle innen. Noch im gleichen Monat erfolgte der Einbau der Eisentüren in der Fahrzeughalle und der Deckenstrahlplatten für die Heizung. Die Montage der weiteren Heizung folgte im Dezember 2019, und zum ersten Mal wurde der Flüssiggastank gefüllt.

Als nächste große Aktion wurde zu Beginn des laufenden Jahres der Innenputz vorgenommen, der mittlerweile fertiggestellt ist. Abgeschlossen sind mittlerweile die Estrich- und Fliesenarbeiten und die sanitären Anlagen. In Eigenleistung wurden die Dacharbeiten, der Einbau von Fenster und Türen sowie die Abdichtung und Schweißbahnen bewerkstelligt. Unterstützt wurde eine Baufirma bei den Maurerarbeiten. Weitere beträchtliche Eigenleistungen erledigten die Bauausführenden für die Heizung- und Sanitärinstallation (Leitungen verlegen und Anschließen) wie auch bei der Elektroinstallation (Dosen bohren und setzen, Kabel ziehen und einklemmen in der Unterverteilung), beim Trockenbau, Kanal auf dem Grundstück und dem Setzen der Fensterbänke.

Eine Gemeinschaftsleistung

Außen- und Innenputz sowie der Toreinbau führten Firmen aus. Alle am Bau in irgendeiner Weise Beteiligten sehen den Neubau des Feuerwehrhauses als eine Gemeinschaftsleistung der Bevölkerung, um das Ortsleben über die nächsten Jahre weiter zu stärken. Hervorzuheben ist, dass dies alles nur durch den Einsatz von eigenen Werkzeugen und zahlreichen Baumaschinenstunden geschafft werden konnte.

Die Hilfsbereitschaft des Feuerwehrvereins und die Hilfe durch Obristfelder zeigte sich beim Beschaffen von Kaffee und Kuchen und Brotzeiten. Die schweißtreibenden Bauarbeiten sind bei guter Stimmung unter Freunden dabei nur Nebensache. Hand in Hand gehen die Älteren mit Fachkunde voran und geben ihr Wissen an die Jungen weiter. Meinungsverschiedenheiten sind eine Seltenheit.

Auf der Baustelle herrscht vielmehr ein reger Austausch unter Kollegen, was zudem den Zusammenhalt stärkt. Dies wird nicht als Selbstverständlichkeit angesehen, sondern ist der Verdienst vieler Helfer. Herauszuheben ist der Einsatz des Vorsitzenden und des Kommandanten, die maßgeblich für das zügige Voranschreiten verantwortlich sind. So wird für klare Struktur gesorgt und die Stimmung hochgehalten. Der damalige Bürgermeister Christian Mrosek schaute in dieser Zeit wenigstens ein Mal in der Woche vorbei und informierte sich über den Baufortschritt. Bisher haben sich 36 Personen ehrenamtlich am Bau beteiligt und damit die Feuerwehr und die Gemeinde ein Stück vorangebracht. Dabei bleibt der Feuerschutz nicht außen vor, sondern wird in dem kleinen Ortsteil noch verstärkt. Auch der Zulauf an Aktiven zeigt nach oben, was bei der Jahresversammlung offensichtlich war.