Männerballett-Vorführungen bei Faschingsveranstaltungen haben sich vielerorts in letzter Zeit grundlegend gewandelt. Waren es früher oftmals mehr oder weniger kräftige ältere Herren, die mehr oder weniger nackte Haut zur Schau stellten, dabei oft in Frauenkleidung schlüpften und mehr oder weniger gekonnt über die Bühne stolperten, so sind Männerballetts inzwischen häufig zu einer sportlichen, tänzerischen Darbietung jüngerer Männer geworden, die oft in eine Choreografie eingebunden ist.

Diese neue Art konnte man auch am Wochenende bei der Darbietung des Männerballetts im Rahmen des Faschingstanzes des TV Königsberg in der Rudolf-Mett-Halle erleben. Acht junge Männer des TV Königsberg (Simon Basler, Joachim Volk, Dominik Büttner, Florian Kupfer, Philipp Pätzold, Stephan Rausch, Nico Denner und Michael Fößel) gestalteten vor den zahlreichen Besuchern des Abends einen tollen Auftritt in sportlicher und tänzerischer Hinsicht. Hineingestellt in ein Ganovenmilieu, gekleidet als vier Polizisten auf der Jagd nach vier dingfest zu machenden Gaunern, begleitet von der passenden Musik im Hintergrund, wirbelten sie über das Parkett des Saales. Nicht einfach durcheinander, sondern geordnet, wie es die Choreografie vorschrieb.

Dazwischen setzten sie zum Tanz gehörende Figuren in Szene. Eine tolle Darbietung, die vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurde.

Etliche Wochen hatten die Tänzer unter Anleitung von Sybille Herrmann für diesen Auftritt geübt. Joachim Volk bedankte sich bei ihr, stellvertretend für seine Tanzpartner, mit einem Blumenstrauß und einem Präsent.

Sehr schön anzusehen war auch ein beeindruckender Indianertanz der Holzhäuser Gardemädchen, den die Zuschauer mit viel Beifall bedachten. sn