Der Landkreis Kulmbach hat ein Aachener Büro damit beauftragt, ein Radwegekonzept zu erarbeiten. Wie Bürgermeister Günther Hübner in der jüngsten Sitzung des Harsdorfer Gemeinderats erklärte, sollen in den kommenden Jahren flächendeckend attraktive Rahmenbedingungen für Radler geschaffen werden. Auch eine Aktualisierung der Beschilderung sei geplant. Die Anbindung an die Nachbarkreise sei ebenfalls von zentraler Bedeutung.

"Sämtliche Arbeiten zur Erstellung des Radwegekonzepts für den Landkreis werden in enger Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgen. Deshalb wurden wir auch um Unterstützung gebeten", sagte Hübner. Voraussichtlich im Frühjahr werde das Landratsamt zu einer ersten Informationsveranstaltung einladen und einen Entwurf eines Radverkehrsnetzes vorstellen.

Wie der Bürgermeister konkret aufzeigte, soll der Trebgasttal-Radweg in das Konzept aufgenommen werden. "Der Weg ist jetzt von Trebgast bis Bayreuth komplett asphaltiert. Wir haben absichtlich die Route durch unser Dorf geführt, da wir so an der Ladestation vorbeikommen und nicht die Reisendensicherungsanlage am Bahnübergang benutzen müssen." Ansonsten verliefen nur Rundwege des Landkreises durch die Gemeinde Harsdorf, die aber nicht immer direkt durch den Hauptort führten.

Hübner machte auch weitere Wünsche geltend: "Natürlich wollen wir in alle Himmelsrichtungen angebunden sein. Von Pechgraben kommend sollten wir die Trasse entweder nur oder zumindest alternativ über die Straße nach Schaitz laufen lassen, da in Sandreuth durch die neue Straßenquerung mehr Sicherheit besteht." Was Oberlaitsch und Lanzendorf sollte das Büro prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer eine Verbesserung für die Radfahrer bringen würde. Zusätzlich könne jetzt auch eine Ausweisung Richtung Waldau erfolgen, da parallel zur Autobahn ein landwirtschaftlicher Weg asphaltiert worden sei.

Auch über eine Anbindung nach Nenntmannsreuth/Kremitz und Benk sollte man nach Meinung des Bürgermeisters nachdenken. Er stellte auch die gute Infrastruktur mit einem überdachten Fahrradunterstand am Bahnhof, der E-Ladesäule am Bräuhaus und den Sehenswürdigkeiten von Harsdorf heraus.

Zur Optimierung der Freizeitwege wird aus Harsdorfer Sicht noch vorgeschlagen, die Beschilderung des Geo-Weges einschließlich der Alternative über den Staatsforst mit Schautafeln und einem Logo vorzunehmen.

Gegen den Neubau eines Bienenhauses im Außenbereich von Zettmeisel hatte der Gemeinderat keine Einwände.

Der Eichenweg, der Lindenweg und der Ahornweg sollen auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden. Die Kosten bezifferte Günther Hübner auf 4645 Euro, die jährliche Einsparung auf 3100 Euro. Über weitere Straßenzüge soll, wie Wilhelm Lauterbach (FW) anregte, im Zuge der Etataufstellung beraten werden.

Vom 6. November bis 11 Dezember erfolgten mit dem gemeindliche Geschwindigkeitsmessgerät in der Tempo-30-Zone in Haselbach 2551 Messungen. 591 Fahrzeuge wurden mit Tempo 60, 85 mit Tempo 70, sieben mit Tempo 80 und einer sogar mit Tempo 90 registriert. Das Messgerät soll nun in Haselbach bleiben.