"Ein kurzer Weg, aber eine lange Strecke!" Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) und die Stadträte sind glücklich darüber, dass der Fußweg von der viel befahrenen Staatsstraße in Thüngfeld zum Gewerbegebiet mit der Norma-Filiale endlich realisiert worden ist. Jetzt können die Bürger ihre Einkäufe auch "fußläufig" erledigen. Für die Stadtväter war das Anlass, ein wenig zu feiern.

Ein ausgetretener Trampelpfad habe gezeigt, dass der Weg dringend benötigt wird, sagte Bürgermeister Krapp bei der Einweihung. Seit 1996 war der Fußweg vom Dorf zum Gewerbegebiet oberhalb der Staatsstraße Gegenstand der Diskussion. Vor allem die Ratsmitglieder aus Thüngfeld hatten immer wieder versucht, den Bau des Weges anzuschieben. Per Beschluss hatten sich die Stadträte im Jahr 2015 für den Bau des Fußwegs und die damit verbundenen Grundstücksverhandlungen ausgesprochen. Alles in trockene Tücher zu bringen, habe jedoch länger gedauert, als man sich vorgestellt hatte.

Langwierige Verhandlungen

Dafür, dass die Realisierung so viel Zeit in Anspruch nahm, gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die Bahnlinie gequert wird und Verhandlungen mit der Deutschen Regionaleisenbahn in Berlin geführt werden mussten. Diese Gesellschaft betreibt die Strecke, auf der noch täglich Güterzüge nach Schlüsselfeld fahren. Die Verhandlungen seien sehr langwierig gewesen, so Krapp. Hingegen sei es mit dem eigentlichen Eigentümer, der Deutschen Bahn, relativ unproblematisch gewesen. "Menschen haben ein Bedürfnis nach Sicherheit", sagte bei der Segnung Diakon Hans Scherbaum. "Man hört und man sieht das hohe Verkehrsaufkommen", sagte Krapp mit einem Blick auf die Staatsstraße. 80 bis 100 Menschen würden täglich diesen Weg gehen. Gut zweihundert Meter lang ist er, wie Planer Peter Balling mitteilte.

Es gibt keine Zuschüsse

Der Bau kostete 145 000 Euro, Geld, das allein die Stadt Schlüsselfeld aufbringen muss. Bürgermeister Krapp dankte bei der Einweihung dem Planer wie auch dem Tiefbauunternehmen Gumbrecht aus Wachenroth "für die professionelle Ausführung". Auch der städtische Bauhof habe seinen Teil dazu beigetragen. Das Geländer aus Holz sei derzeit noch ein Provisorium, das bald durch ein richtiges Geländer ersetzt werde.