Die Rettung des Kronacher Schlachthofs gestaltet sich schwieriger als gedacht. Damit der Betrieb weitergehen kann, muss schnellstmöglich eine neue Tötungsfalle eingebaut werden. Die Kosten dafür in Höhe von 59 760 Euro sollen als Finanzspritze aus Mitteln des Kreishaushalts fließen. Das Problem: die Zeit. "Bis die Anlage geliefert und eingebaut ist, muss man ungefähr mit vier Monaten rechnen", erläutert der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner. Es sei unrealistisch, dass die bestehende Frist bis Ende März eingehalten werden kann. Allerdings besteht laut dem Christdemokraten die Möglichkeit, mit einer kurzfristigen Investition in Höhe von 8000 Euro den Betrieb vorerst fortführen zu können: "In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelüberwachung wird nun geprüft, welche technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine Betriebsgenehmigung zu bekommen." An der Tötungsfalle führe jedoch kein Weg vorbei. Dass der Kreistag in seiner nächsten Sitzung die benötigten Mittel beschließt, betrachtet er als Formsache, da die Freien Wähler und auch die Grünen bereits zugesagt hätten, den CSU-Antrag zu unterstützen. Weiter hat Baumgärtner die Mitglieder der betreibenden Kommanditgesellschaft aufgefordert, die Finanzen des Schlachthofs von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer ermitteln zu lassen und eine Fortführungsprognose zu erstellen. saha