Mit einem einstimmigen Aufstellungsbeschluss für den vorhabensbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Ritterleithen" hat der Gemeinderat am Dienstagabend die Weichen für eine knapp fünf Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage gestellt.

Bürgermeister Günther Hübner (CSU) stellte dazu fest, dass die Gemeinde Harsdorf ausschließlich in das Planverfahren mit einem Bebauungsplan und im Parallelverfahren mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes geht. Die Kosten und die damit verbundenen Risiken der geplanten Anlage mit einer Nennleistung von 5208 Megawatt im Jahr trägt der Investor, die Firma Greenovativ Solarparks aus Nürnberg. Mit dieser wird die Gemeinde auch einen Durchführungsvertrag abschließen, der Bestandteil des vorhabensbezogenen Bebauungsplanes sein wird.

Viel Einsparpotenzial

Mit der Freiflächenanlage können künftig mehr als 1600 Haushalte komplett mit Strom versorgt werden. Dabei wird eine CO2-Einsparung von jährlich über 3500 Tonnen erreicht. Die Zusage zur Netzeinspeisung liegt dem Investor vom Bayernwerk bereits vor, wobei die dafür notwendige Transformatorenstation in unmittelbarer Nähe liegt. Klar ist für den Gemeinderat auch, dass der vorhandene Baum- und Heckenbestand als Bestandschutz verankert wird.

Eine Bürgerbeteiligung an der Anlage ist möglich, wie Bürgermeister Hübner erklärte. Dabei sei ein Mindestbetrag von 1000 Euro und ein Höchstbetrag von 25.000 Euro möglich.

Das Gesamtbudget wurde vom Investor auf 300.000 Euro begrenzt. Die Rendite liegt bei drei bis vier Prozent, wenn von einer Lebensdauer der Freiflächenanlage von 30 bis 40 Jahren ausgegangen wird. Bürgermeister Günther Hübner bezeichnete die bislang als Wiese genutzte landwirtschaftliche Fläche allein wegen ihrer Hanglage als ein "vertretbares Gebiet" für eine Freiflächenanlage: "Der Gemeinderat ist für das Verfahren gut vorbereitet und wir müssen wissen, was wir wollen." wr