Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe kann man schlagen, wenn man sich in Höchstadt im Tourismusbüro bei Sandra Schuster oder aber auch im Rathaus die Bonuskarte holt: Radfahren ist gesund und man kommt mit dem Rad schneller ans gewünschte Einkaufsziel in der doch recht bau-stellenträchtigen Innenstadt von Höchstadt.
Dies dachte sich auch Hildegard Zenk. "Ich hab mir die Bonuskarte gleich nach dem Artikel im FT geholt, und mit dem Stempeln hab ich am 9. Mai angefangen", erzählt Hildegard Zenk, ab jetzt stolze Besitzerin eines Freibadgutscheins. "Das hat sich gelohnt, denn ich fahre gerne ins Freibad - natürlich mit dem Rad", erklärt sie zufrieden. Natürlich hat sie sich sofort eine neue Bonuskarte besorgt. "Ich mache gleich weiter", verrät sie.


Trotz Baustelle ins Zentrum

Der Arbeitskreis lebendiges Höchstadt ist ein Zusammenschluss vieler Höchstadter Geschäftsleute, die seit einigen Monaten immer wieder Aktionen durchführen, um den Höchstadtern und allen Besuchern aus der Umgebung das Einkaufen schmackhaft zu machen. Es ist nicht zu leugnen, dass die Baustelle rund um das Zentrum der Stadt die Einkäufe und Besorgungen zur Zeit massiv erschwert.
Eine Aktion war die Einführung der Bonuskarte für Radfahrer. Jeder einkaufende Radfahrer erhält bei den teilnehmenden Geschäften, die mit dem Aufkleber "Lebendiges Höchstadt" gekennzeichnet sind, für jeweils zehn Euro Einkaufswert einen Stempel in die Bonuskarte, und mit insgesamt 29 Stempeln ist die Karte voll. "Das ging relativ schnell, denn wenn ich Schuhe kaufe oder in die Apotheke gehe, bekomme ich gleich ein paar Stempel", so Hildegard Zenk. Die volle Karte kann im Tourismusbüro in eine Eintrittskarte für das Freibad, das Hallenbad oder die Eishalle eingetauscht werden.
Sandra Schuster und auch Bürgermeister Gerald Brehm (JL) freuten sich über die erste volle Bonuskarte. "Wir hatten 500 Kärtchen gedruckt und die sind alle schon im Umlauf", erklärte Tourismusmanagerin Schuster. Bürgermeister Gerald Brehm, der sehr zufrieden mit der Aktion ist, hat bereits grünes Licht für einen neuen Druck gegeben. "In einem Jahr wissen wir dann, was tatsächlich zurückkommt", so Schuster. Die Bonuskarte gilt zwei Jahre. Wer sich noch kein Kärtchen geholt hat, kann das jederzeit nachholen.