Eingehend behandelt wurden in der jüngsten Sitzung des Burkardrother Marktgemeinderats die Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange und die Eingabe eines Bürgers zum Bebauungsplan Brennofen in Wollbach.

Malte Feltel, vom beauftragten Ingenieurbüro Stubenrauch, erläuterte am Dienstagabend dem Gremium den aufgrund der Eingaben geänderten Bebauungsplan. Sämtliche Punkte billigten die Räte einstimmig.

Die Gemeinde wollte ein vereinfachtes Verfahren durchführen, sagte Bürgermeister Waldemar Bug. Doch wünschte das Landratsamt das Regelverfahren. Eine zweite Auslegung wird deshalb notwendig. Laut Feltel verschiebt sich deshalb die Beschlussfassung um etwa sechs bis acht Wochen.

Mögliche Brutstätten

Im Baugebiet befinden sich ältere Bäume, die als Brutstätten für den vorhandenen Steinkauz dienen könnten. Dies müsse zunächst geprüft werden. Ebenso geprüft werden müsse, ob die Zauneidechse im Brennofen vorhanden ist. Das Ergebnis der artenschutzrechtlichen Prüfung durch einen Landschaftsarchitekten muss jedoch nicht abgewartet werden. Laut Vorschlag der Unteren Naturschutzbehörde können die Bäume begutachtet und parallel dazu nach dem möglichen Bestand der Eidechse geschaut werden. Die entsprechenden Grundstücke müssten dann zurückgestellt werden. Auf diese Weise könne das Baugebiet trotzdem schon erschlossen werden, ohne dass die Gemeinde "ein Jahr nach hinten geworfen wird".

Die private Einwendung betraf den Weg, der vom Wollbacher "Glöckle" in das Baugebiet Brennofen führt. Der Bürger wünschte, dass dieser bestehen bleiben soll.

Laut Bug liegen in diesem Weg Kanäle. Über einen späteren Ausbau des Weges könne auch noch später entschieden werden.

Quasi grünes Licht für Markt

Behandelt wurden am Abend auch die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange für die Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Am Endweg in Zahlbach. Der vom Büro Hahn überarbeitete Plan kann jetzt erneut ausgelegt werden. Mit der vorgenommenen Änderung bekommt der Edeka-Markt quasi grünes Licht, um den geplanten Anbau umzusetzen.

Für die Benutzung von Kreisstraßen, Leitungen der öffentlichen Versorgung zu verlegen, bietet das Landratsamt Bad Kissingen den Gemeinden einen Basisvertrag an.

Der Erste Bürgermeister wurde einstimmig ermächtigt, diesen Vertrag einzugehen, der für alle künftigen Baumaßnahmen gilt.