Steffen Standke

Die Ankündigung des Sportkegelvereins Bad Brückenau und Umgebung (SKV) auf Facebook, sich aus der Kurstadt zurückzuziehen, und ein Artikel darüber in dieser Zeitung vom 14. September haben für Diskussionsstoff gesorgt - vor allem in den sozialen Netzwerken. Allerdings sehen sich die Stadtwerke ihrer Meinung nach falschen Beschuldigungen ausgesetzt. Deswegen nehmen sie Stellung.

SKV-Vorsitzender Bernd Hörmann behauptet im Bericht dieser Zeitung, Stadtwerke-Geschäftsführer Torsten Zwingmann habe ihm Anfang August mitgeteilt, dass die Sanierung der Therme Sinnflut im Januar 2023 beginnen soll. Daraufhin berief Hörmann für den 7. August eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Dort fiel die einstimmige Entscheidung, das der SKV Bad Brückenau Richtung Zeitlofs verlässt (wir berichteten). Hörmann ließ anklingen, dass dieses Votum aufgrund einer Fehlinformation durch Zwingmann erfolgte.

Dieser stellt nun klar: Im August gab es kein Gespräch, weil er im Auslandsurlaub weilte. "Ein Telefonat fand bereits im Juni 2022 statt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war der Planungsstand des Ersatzneubaus der Therme Sinnflut noch so, dass der Umbau im Frühjahr 2023 erfolgt und von einer Schließung Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 ausgegangen wurde."

Diese Info hat Zwingmann laut Stellungnahme an Hörmann weitergegeben und nicht - wie von diesem behauptet - falsche Daten genannt. Im Gegenzug habe der SKV-Vorsitzende mitgeteilt, dass er plane, sämtliche Heimspiele der Damenmannschaft noch in der Hinrunde bis Ende 2022 in der Kegelanlage unter der Sinnflut zu absolvieren und alle Auswärtsspiele im Frühjahr folgen. Somit wäre die Saison für das Damenteam realisierbar gewesen. Weitere, anderslautende Informationen hätten die Stadtwerke nach dem Telefonat der beiden Verantwortlichen nicht erhalten. "Wir sind damit nicht, wie öffentlich dargestellt, für den Rückzug der Damenmannschaft verantwortlich", schreibt Zwingmann.