Laut Haushaltsentwurf 2023 soll das Bundesprogramm "Sprach-Kitas", das seit 2011 die sprachliche Bildung fördert, ersatzlos gestrichen werden. MdB Dorothee Bär warnt in einer Pressemitteilung davor, dass dadurch das erfolgreiche Modell zu einer gelungenen Integration von der Ampel-Regierung zerschlagen werde.

Sprache sei der Schlüssel zu einer gelungenen Integration. "Gerade an dieser Stelle zu kürzen, ist ein Fehler der Ampel-Regierung mit weitreichenden Konsequenzen." Der Beschluss des Bundeskabinetts, nach mehr als zehn Jahren die Mittel für das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" zu streichen, sei völlig unverständlich. In ihrem Koalitionsvertrag habe die Ampel noch versichert, dieses Programm weiterzuentwickeln und zu verstetigen. Da etwa 40 Prozent der Kita-Kinder einen Migrationshintergrund haben, sei dieser Ansatz gut und richtig gewesen, so Bär.

Im Wahlkreis Bad Kissingen werden 30 Kitas aus dem Bundesprogramm gefördert. Der Unionsfraktion sei es unverständlich, dass die Unterstützung dieses erfolgreichen Programms ausgerechnet in einer Zeit beendet werden soll, in der zahlreiche Kinder aus der Ukraine betreut werden müssen, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bär. Kitas mit einem hohen Anteil an förderbedürftigen Kindern konnten aus dem Programm bisher 25.000 Euro pro Jahr für eine zusätzliche halbe Fachkraft beantragen, die dabei hilft, die sprachliche Bildung in den Kita-Alltag zu integrieren. red