Die Beschäftigten der Wefa-Werkstätten beziehungsweise des Carl-Link-Hauses in Kronach zeigten sich von ihrer sportlichen Seite. Im Wallenfelser Schwimmbad meisterten sie die unterschiedlichsten Disziplinen im Wasser und an Land.
Wallenfels — Auf die Plätze, fertig, los! Andreas Eimecke und Heinz Rembor vom Begleitenden Dienst geben das Kommando. Anfeuerungsrufe von Arbeitskollegen und auch Badegästen kommen auf. Die Stimmung ist bestens; der Spaßfaktor hoch. Ein Läufer nach dem anderen meistert mit oder ohne Hilfe seiner Betreuer die abgesteckte Kurzstrecke in Turbogeschwindigkeit - und das trotz subtropischer Temperaturen! Der Stolz steht den "Rennläufern" ins Gesicht geschrieben, wenn Heinz Rembor die von ihm gestoppte Zeit vermeldet.
In den beiden Kronacher Wefa-Werkstätten für angepasste Arbeit verdienen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ihren Lebensunterhalt - ebenso wie auch im Carl-Link-Haus - eine Einrichtung zur "Teilhabe am Arbeitsleben für psychisch kranke/behinderte Menschen". Sie arbeiten an speziell für sie eingerichteten Arbeitsplätzen und stellen beispielsweise Bauteile für die Autoindustrie her. Träger ist die Diakonie Coburg.
Alljährlich geht es für die Beschäftigten - als Dankeschön für ihre das ganze Jahr über geleistete Arbeit - mit einem gemeinsamen Sport- und Spaßtag in den wohlverdienten Sommerurlaub. Am letzten "Arbeitstag" legten sie sich dabei noch einmal gewaltig ins Zeug. Nachdem die nunmehrigen "Urlauber" in den Vorjahren des Öfteren etwas Pech mit dem Wetter gehabt hatten, wurden sie heuer wieder mit Sonnenschein pur und Rekordtemperaturen belohnt.
Mit offenen Armen empfangen
Entsprechend gut besucht war das Wallenfelser Schwimmbad, wo die Kronacher Abordnung einmal mehr mit offenen Armen empfangen wurde. Vom Pächter über die Bademeister und Wasserwacht bis hin zur Stadt und Bürgermeister Jens Korn, der auch heuer wieder die Stammbesucher persönlich willkommen hieß, gibt man sich in Wallenfels alljährlich viel Mühe, um den Sportskanonen einen schönen Tag zu bereiten. Der sportliche Abschluss wird alljährlich im guten Miteinander mit den anderen Badegästen in den normalen Badeablauf integriert - als besonders schöne Form der Inklusion.
"Unsere Beschäftigen freuen sich immer sehr auf den Tag - und das nicht nur, weil es dann für sie in den Urlaub geht", wissen Andreas Eimecke und Heinz Rembor vom Begleitenden Dienst, die zusammen mit weiteren Mitarbeitern die Supergaudi organisiert hatten. Jahr für Jahr überlegen sich diese immer neue kleine Wettbewerbe. Dabei geht es natürlich nicht um Topzeiten, sondern um Spaß, Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl.
"Die Hauptsache ist doch, dass es allen Freude bereitet und alle mit Feuereifer dabei sind. Außerdem ist Sport gut für das Koordinationsvermögen", so die Verantwortlichen.