Coronabedingt konnte Renate Schroff, Vorsitzende der SPD Herzogenaurach, die Mitglieder erst jetzt zur obligatorischen Jahreshauptversammlung einladen, nachdem der geplante Termin am 1. April aufgrund der Ausgangsbeschränkungen abgesagt werden musste. Mit 130 Mitglie-dern zählt die SPD Herzogenaurach zu den großen Ortsvereinen, die wegen der Ansteckungsgefahr bis vor kurzem keine größeren Versammlungen abhalten durften, heißt es in einem Pressebericht.

Obwohl turnusgemäß keine Neuwahlen anstanden, kam es im Vorstand zum Rollentausch: Der ehemalige Fraktionsvorsitzende Curd Blank wurde einstimmig zum neuen Beisitzer im Vorstand des Ortsvereins gewählt. Er löst damit den aktuellen Fraktionsvorsitzenden Holger Auernheimer ab, der in dieser Funktion ohnehin dem Vorstand angehört.

"Wir waren gefühlt immer im Wahlkampfmodus", beschrieb die Ortsvereinsvorsitzende Renate Schroff den Zeitraum 2019/2020 in ihrem Bericht. Erst die Europawahl, dann die Kommunalwahlen, die gerade für die großen Volksparteien enttäuschend gewesen seien. Zur Analyse der Stadtratswahl in Herzogenaurach erstellte Susanna Gräwe einen Fragebogen, der an alle Kandidaten verteilt wurde. Das Ergebnis wird demnächst an einem gesonderten Abend diskutiert.

Holger Auernheimer, SPD-Fraktionsvorsitzender, und Bürgermeister German Hacker (SPD) berichteten über die Koalitionsverhandlungen nach der Wahl und die Arbeit der neuen Gestaltungsmehrheit. Bei so wichtigen Themen wie Stadt-Umland-Bahn, Klimapolitik, Stärkung der Innenstadt und Förderung des Radverkehrs herrsche Konsens. Darüber hinaus will sich die SPD-Fraktion im Stadtrat weiterhin für die erneute Ansiedlung eines Baumarktes am alten Standort im Norden einsetzen.

Über den soliden Kassenstand des Ortsvereins berichtete der langjährige Kassier Peter Prokop.

Frischen Wind bringen die Jusos auch in den hiesigen SPD-Ortsverein. David Komann, Vertreter der Jusos und stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, berichtete von der Teilnahme an Aktionen bei "Fridays for future" und gegen die Flüchtlingspolitik des CSU-Innenministers. Er lobte die offenen und konstruktiven Diskussionen in den Versammlungen des Ortsvereins. Komann teilte mit, dass momentan ein Fragenkatalog erstellt wird, den die kritische SPD-Jugendorganisation der Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich (SPD) überreichen will.

Eine neue Mitstreiterin der Jusos hatte sich an diesem Abend auch eingefunden: Ikbal Hatihan will sich nach ihrem Umzug nach Herzogenaurach im Ortsverein einbringen. Ihr liegt die Zukunft der Arbeit und insbesondere das Thema "soziales Unternehmertum" am Herzen.

Am Ende wählten die Mitglieder sieben Delegierte sowie Ersatzdelegierte für die Bundeswahlkreiskonferenz für die im September 2021 stattfindende Bundestagswahl. red