Der Bagger hat schon Einiges am Außengelände des "Haus für Alle" in Langenleiten in Bewegung gesetzt. Wo die künftigen Parkplätze entstehen und die neue Zufahrt, ist schon gut zu erkennen. Doch so ganz ohne "Spatenstich" wollten Michael Manger vom Amt für Ländliche Entwicklung, Bürgermeisterin Sonja Reubelt und Vertreter der "Leonie und Helmut Schmitt Stiftung" das wichtige Bauprojekt nicht beginnen lassen. Manger und Julian Metz vom Planungsbüro Glanz stellten den Plan für die Außenanlage vor. Eine eigene Zufahrt werde vom Standort der ehemaligen und mittlerweile abgerissenen Postgarage aus erstellt. Diese Zufahrt diene auch der Ver- und Entsorgung des Gebäudes. 20 Parkplätze sind geplant, davon einige behindertengerecht.

Vor dem Jugendraum gibt es eine Terrasse, die mit großen Natursteinquadern eingefasst werde, um die Höhe zu den Parkplätzen zu überwinden. Diese können auch als Sitzsteine verwendet werden. Der  Zugang zum Haus und Jugendraum werde gepflastert und  mit einer Rasenkante versehen, die notfalls von Rettungswagen oder Feuerwehr befahren werden könne. Gepflastert werde die Terrasse im vorderen Bereich bis um die Giebelseite herum.

Eine Sitzgruppe mit Fahrradständern soll  am Rande des vorbei führenden Wanderwegs zum Verweilen einladen. Ein Weg mit wassergebundener Decke werde über das Gelände zum unterhalb gelegenen alten Friedhof führen. Manger sprach vom "typischen Kurparkweg". Quadersteine werden für eine Terrassierung verwendet, um den Höhenunterschied auszugleichen, zugleich werden auf ihnen Sitzgelegenheiten mit Rückenlehne angebracht.

Von den Tiefbauarbeiten über die Asphaltierungs- und Pflasterarbeiten bis zur Begrünung liege alles in den Händen der Firma Zehe Bau, Premich. "Wir werden für einzelne Maßnahmen Subunternehmer beschäftigen", erklärte Bauleiter Alexander Arnold.

Bepflanzung steht schon fest

17 Bäume werden auf dem Gelände gepflanzt: Säulen-Hainbuche, Amberbaum, Silberlinde, Feldahorn, Roßkastanie und zwei Apfelbäume. Bei der Bepflanzung werde auf pflegeleichte Sorten gesetzt, die standortgerecht und zugleich bienenfreundlich sind. Im Bereich der Parkplätze werde es eine blühende Bodendeckerbepflanzung werden, im Bereich der Wiese sei eine Landschaftsrasenmischung mit Kräutern vorgesehen, die nur wenig Pflege brauche. Die Außenanlage des Hauses wird über die Dorferneuerung realisiert. Die Teilnehmergemeinschaft ist der Bauherr. Grundstückseigentümer ist die Gemeinde Sandberg. Nach Fertigstellung werde die Anlage an die Stiftung übergeben. Für das Thema Winterdienst und Pflege der Grünanlage sei dann die Stiftung zuständig. Es werde jedoch in Absprache mit der Gemeinde organisiert.

Die Außenanlage kostet 577 000 Euro, 80 Prozent der Kosten trägt das Amt für Ländliche Entwicklung. Die Gemeinde Sandberg trägt den Rest. "Das ist unser Beitrag für das Haus für Alle und den Ort Langenleiten", sagte Bürgermeisterin Sonja Reubelt. Abhängig von der Witterung soll die Maßnahme im Frühjahr 2021 fertig gestellt sein.

Ob dann eine große Einweihung wird stattfinden können, müsse abgewartet werden, kündigte Manger an.