Einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich die Schüler kennenlernen und erste Meinungen austauchen konnten, schloss sich eine Begrüßung durch Kreisverbindungslehrer Holger Bernreuther an. Alexandra Toll, Vertrauenslehrerin an der Mittelschule Pressig, verwies auf das neue SMV-Internetportal (www.smv.bayern.de). In dem Portal finden die Schüler und Schülerinnen viele Informationen, Tipps und Hilfestellungen, die sie bei ihrer täglichen Arbeit in der Schülermitverantwortung (SMV) unterstützen. Dies betrifft insbesondere die vier Hauptbereiche Mitbestimmen in meiner Schule, Mitbestimmen über meine Schule hinaus, Mitgestalten des Schullebens sowie Rechte und Finanzen. Außerdem stehen Vorlagen zum Download zur Verfügung, die ihnen ihre Arbeit erleichtern sollen.
Die kandidierenden Schülersprecher bzw. -sprecherinnen stellten ihre Ziele und Pläne vor.
Nach einer spannenden Wahl stand das Ergebnis fest: Die beiden neuen Kreisschülersprecherinnen sind Sophie Förtsch aus der Mittelschule Kronach sowie Lena Ferner aus der Mittelschule Pressig. Freudig nahmen die beiden die Glückwünsche von Schulamtsdirektor Uwe Dörfer und Kreisversbindungslehrer Holger Bernreuther entgegen. Die beiden treten damit die Nachfolge von Jan Mäder und Alina Kestel an.
"Ich habe als Landkreis-Schülersprecherin kandidiert, weil ich etwas an unserer Schule beziehungsweise an den Mittelschulen im Landkreis bewegen will", erklärt die frischgebackene 1. Landkreis-Schülersprecherin Sophie Förtsch, die aus Gehülz kommt. Der Schülerin der 10. Jahrgangsstufe des M-Zugs an der Mittelschule Kronach geht es darum, die Interessen der Schüler aller Jahrgangsstufen zu vertreten und sich für ihre Wünsche und Belange einzusetzen. "Ich fühle mich als ihre Ansprechpartnerin und bin für jeden Verbesserungsvorschlag dankbar", betont die 16-Jährige.
Ähnliche Beweggründe hat auch ihre gewählte Stellvertreterin Lena Ferner, die ein Jahr jünger ist. Die Probleme der Kinder und Jugendlichen - egal welcher Art - an der Schule müssten angesprochen werden. Es nütze nichts, wenn man das einfach laufen lasse und denke, dass sich das schon wieder einrenke, zeigt sich die Burggruberin sicher, die ebenfalls die 10. Klasse des M-Zugs - jedoch an der Mittelschule Pressig - besucht. Ein wichtiges Thema ist ihr insbesondere die Integration von Migranten an den Schulen. Beiden mache es Spaß, sich als Schülersprecherin an ihrer Schule und jetzt auch als Landkreis-Schülersprecherin einzusetzen. "Wenn man die Möglichkeit hat, das Schulleben mitzugestalten, sollte man das auch tun", sind sich Sophie Förtsch und Lena Ferner einig.
Wie Dörfer ausführte, nähmen die Rechte der Schulen zu und ihre Eigenverantwortlichkeit rücke mehr und mehr in den Mittelpunkt. Dies gelte auch für Schüler bezüglich der Mitbestimmung an ihrer Schule. "Ihr habt Mitwirkungsrechte und könnt Vorschläge machen. Nutzt diese Möglichkeit und bringt euch ein", appellierte er.


Vielfältige Aufgaben

Auf Sophie und Lena kommen nun vielfältige Aufgaben zu. So vertreten sie auch den Schulamtsbezirk Kronach bei der Wahl zum Bezirks-Schülersprecher und dessen Stellvertreters am 8. und 9. November auf Schloss Banz. Ob sie sich auch hierfür zur Verfügung stellen beziehungsweise auf nächster Ebene eventuell als Landesschülersprecherinnen, wissen sie noch nicht genau. Einerseits wäre es eine große Aufgabe und sehr interessant, sich auch auf Bezirks- beziehungsweise Landesebene einbringen zu können. Andererseits stelle dies eine hohe Verantwortung dar und sei sicherlich sehr zeit- und arbeitsintensiv. Ob ihnen die Zeit dafür bleibe, sei fraglich. So legen beide ja in diesem Schuljahr ihren Mittleren Schulabschluss ab, den sie natürlich mit einem möglichst guten Notendurchschnitt schaffen möchten.Daher sei für sie in den kommenden Monaten viel Lernen angesagt. hs