Herzogenaurach — Sieben Mitglieder wurden während der Jahreshauptversammlung der R.K.V. Solidarität 1906 Herzogenaurach, kurz Soli, für insgesamt 350 Jahre Treue geehrt. Allen voran Michael Bauer, der sich vor 65 Jahren entschieden hatte, Mitglied bei der Soli zu werden. "Für mich gab es in der damaligen Zeit nicht viel Auswahl, was die Vereine in Herzogenaurach angeht. Fußball und Turnen waren nicht meins, und so kam ich durch meinen Großvater zur Soli", erzählte Bauer.
Sein Interesse am Kunstradsport und die Resultate bei Wettbewerben sorgten dafür, dass Bauer sehr schnell bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe an den Start ging. Mit seiner Mannschaft holte sich Bauer auf Anhieb den dritten Platz. Die Titel häuften sich im Lauf der Jahre, und Bauer wollte mehr. Übungsleiter und Wettkampfrichter waren nur einige der Lehrgänge, die Bauer mit Erfolg besuchte.
Unter anderem seinem Einsatz ist es zu verdanken dass die Soli seit 1962 bis heute 36 Deutsche Meistertitel einfahren konnte. Die Titelgewinne blieben für ihn ebenso unvergessen wie die 25 Jahre, in denen er als Vorsitzender den Verein geleitet hat. Den Vorstand unterstützt Bauer weiterhin als Beisitzer. Als Trainer steht er, mittlerweile 80 Jahre alt, immer noch jede Woche zweimal in der Halle, um dem Nachwuchs sein Können weiterzugeben.
Dem Sportbericht des zweiten Sportleiters Ralf Wenisch war zu entnehmen, dass der Höhepunkt einer sportlich eher durchwachsenen Saison der Bundespokal für Einrad-Fahrer war. Diese Veranstaltung fand im vergangenen Jahr erstmals in Herzogenaurach statt. Teilgenommen hat die Soli an diesem Wettbewerb mit vier Mannschaften und einem Kunstradfahrer. Am Ende standen für die den Ausrichter sechs Medaillen zu Buche.
Einen Wermutstropfen gab es allerdings bei den Aktiven. Es ging um die Elite, die im Vierer-Einrad bei den Mittelfränkischen Meisterschaften noch am Start war und sich den Titel sicherte. Im Anschluss an diese Meisterschaft habe sich die Mannschaft aus verschiedenen Gründen aufgelöst, berichtete Wenisch.
Sehr aktiv ist auch der Nachwuchs, nicht nur im sportlichen Bereich. Wie Jugendleiterin Daniela Welker berichtete, gab es im Lauf des Jahres die eine oder andere Veranstaltung, die bei den Kindern sehr gut ankam. Höhepunkt sei wie immer das Zeltlager in Hirschau am Monte Kaolino gewesen.
Zum Abschluss des Berichtsreigens war Kassier Andreas Rassau an der Reihe. Obwohl die Ausgaben die Einnahmen im vergangenen Jahr überstiegen, stimmten die Mitglieder zu, einige Tausend Euro den Rücklagen zuzuführen.
Roland Meister