Der Chorbetrieb in Neuenmarkt und Hegnabrunn ruht bis auf weiteres. Dieser Beschluss wurde bei der Hauptversammlung der Chorgemeinschaft gefasst. Hintergrund ist, dass dem Chor allmählich die Aktiven ausgehen und der Nachwuchs fehlt. Das kleine Häuflein, das sich in der "Frankenfarm" einfand und bei den Neuwahlen den Großteil des Vorstands bestätigte, wird es zwar schwer haben, aber Vorsitzende Anette Balzar-Mohr machte deutlich: "Uns gibt es schon noch!"

Das Jahr 2020 startete für die Chorgemeinschaft ruhig und unspektakulär: "Wir wussten unsere Chorleiterin Thoma an unserer Seite und starteten ohne größere Vorhaben ganz entspannt ins neue Jahr." Die Ausschusssitzung am 2. März verlief noch optimistisch und man setzte sich auch einige Ziele. Balzar-Mohr: "Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass bereits acht Tage später unsere vorerst letzte Singstunde sein sollte. Die Corona-Situation spitzte sich zu, am 16. März 2020 wurde in Bayern landesweit der Katastrophenfall ausgerufen. Schließlich wurde auch der Chorgesang untersagt." Das Vereinsjahr 2020 stand nach nur fünf Singstunden still.

Die Chorgemeinschaft Neuenmarkt-Hegnabrunn zählt gegenwärtig 95 Mitglieder, davon singen 15 Frauen und fünf Männer.

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Renate Werner zeigte nach wie vor eine gute Kassenlage auf.

Die Entscheidung über den Fortgang des Singbetriebes wurde ausgiebig (für und wider) diskutiert. Vorsitzende Anette Balzar-Mohr: "Zu keinem Zeitpunkt war der Gedanke vorhanden, den Verein aufzulösen und das Singen für unsere Gemeinde Neuenmarkt abzuhaken. Ein Neuanfang, ein Neustart und die Möglichkeit, das Leben in Neuenmarkt durch gemeinsames Singen zu bereichern, steht immer noch auf der Wunschliste ganz oben. Doch in Zeiten von Corona gerade einen Gesangverein wieder zu einem Neustart zu bringen, ist ein doch eher unrealistischer Wunsch."

Am Ende kam man zu dem Ergebnis, den Singbetrieb vorerst einzustellen, sich aber trotzdem regelmäßig an Stammtischen zu treffen und die Lage im Jahr 2022 neu zu bewerten.

Dritter Bürgermeister Alfred Faßold wünschte der Chorgemeinschaft einen Fortbestand des Singbetriebes. Rei.