Die Feldgeschworenenvereinigung Kulmbach und Umgebung ist mit der Arbeit ihres Vorstands hochzufrieden, denn bei den Neuwahlen bei der Hauptversammlung in der FC-Turnhalle wurden alle Vorstandsmitglieder einschließlich der Beisitzer einmütig in ihren Ämtern bestätigt.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani verwies auf die Bedeutung der Feldgeschworenen, die auch Bestandteil des immateriellen Kulturerbes Bayerns seien: "Es ist eines der ältesten Ämter der kommunalen Selbstverwaltung, und ein Schwerpunkt der Feldgeschworenen liegt hier bei uns in Franken." Leithner-Bisani stellte das Ansehen der Feldgeschworenen und auch den Respekt vor ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, ihrem Wissen und dem sehr großen ehrenamtlichen Engagement heraus.

Personelle Verstärkungen

Wie der Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, Detlef Arnold, erläuterte, sei der Einsatz von steuerbefreiten Fahrzeugen der Feldgeschworenen im vergangenen Jahr geklärt worden. Diese Fahrzeuge seien auf eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschränkt. Auch die Leistungen der Feldgeschworenen und der kommunalen Hilfskräfte seien von der Umsatzsteuer befreit.

Daneben gab Arnold personelle Verstärkungen am Amt bekannt, die zur Folge gehabt hätten, dass die Rückstände in Kulmbach "gewaltig aufgearbeitet werden konnten". Damit sei wieder eine Wartezeit von einem Monat bei normalen Aufträgen sichergestellt worden.

Zur zweiten Aufgabe, der Breitbandförderung, ließ Detlef Arnold die Vertreter der Kommunen wissen, dass man im Landkreis Kulmbach insgesamt gut vorangekommen sei. Nur bei wenigen unversorgten Anwesen gebe es noch Probleme.

Vorsitzender Heinz Mösch zeigte auf, dass die Feldgeschworenenvereinigung Kulmbach und Umgebung derzeit über 323 Feldgeschworene verfüge. Zuversichtlich mache Mösch, dass bereits in den ersten zwei Monaten 2020 acht neue Feldgeschworene dazugekommen seien.

Einen hohen Stellenwert nehme weiterhin die Schulung der Feldgeschworenen ein. Die nächste Schulung finde am Dienstag, 24. März, im Gasthof Grampp in Oberdornlach statt. Die Anmeldungen nimmt Vorsitzender Mösch bis zum 20. März entgegen. Der oberfränkische Feldgeschworenentag findet am 13. Juli in Zettwitz in der Gemeinde Feilitzsch statt. Dazu wird ein Bus eingesetzt. Die Anmeldungen müssen bis zum 20. April beim Vorsitzenden abgegeben werden.

Wahrung eines Geheimnisses

Die Feldgeschworenengebühren betragen seit 1. Januar 13 Euro pro Stunde und für den Obmann 14 Euro.

Landrat Klaus Peter Söllner machte deutlich, dass das Amt des Feldgeschworenen eines über all die Jahrhunderte tradiert hat: "Gewissenhaftigkeit, Unparteilichkeit, Verschwiegenheit und Wahrung des Siebenergeheimnisses. Deshalb ist dieses Amt auch heute noch ein hochwertiges und ein hochrangiges."

Ein wichtiges Thema ist für Söllner und die Kommunen auch die Gigabitrichtlinie, die zum 2. März in Kraft trat: "Glasfaser in jedes Haus, und ich denke, dass der Freistaat Bayern da richtig unterwegs ist, wenn er sagt, wir müssen Nägel mit Köpfen machen."

Söllner sprach die 90-prozentige Förderung an. Theoretisch könnte das für den Landkreis Kulmbach eine Förderung von bis zu 200 Millionen Euro auslösen, aber das werde man nicht flächendeckend erreichen.

Das Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender Heinz Mösch, Ködnitz; Zweiter Vorsitzender Harald Unger, Mainleus; Schriftführer Matthias Fischer, Kassierer Stefan Durst, Zweiter Kassier Martin Hain (alle Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung); Beisitzer Alfons Spörlein, Weismain; Horst Meisel, Mainleus; Hans Lauer, Kasendorf; Roland Meisel, Kulmbach; Werner Gareis, Presseck; Hans Matussek, Himmelkron; Werner Friedmann, Thurnau; Hermann Müller, Marktschorgast; Kassenprüfer Matthias Hildner, Stadtsteinach, und Paul Schott, Marktleugast. Werner Reißaus