Die Arbeiterwohlfahrt, die im ehemaligen Bahnhof als Mieterin eine Tagespflege betreibt, möchte, dass die Gemeinde den sich südlich anschließenden, öffentlich zugänglichen Mehrgenerationengarten einzäunt. Die AWO-Verantwortlichen haben Bedenken, dass sich Klienten unbemerkt aus diesem Bereich entfernen könnten. Die Räte sahen das aber generell als eine Schutzmaßnahme, die nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde fällt.

Günter Teufel (CSU/NWG) empfahl, erst einmal die vorhandenen technischen Möglichkeiten zu nutzen. Nach Auskunft des Architekten wurden bereits Induktionsschleifen verlegt. Die Bewohner könnten ein Armband tragen, das ein Signal abgibt, wenn sich jemand entfernt. Hinweis von Werner Köstner (SPD/WG) und Markus Hübner (CSU/NWG): Bei der Gestaltung der Außenanlage war von vorne herein beabsichtigt, dass der Platz öffentlich zugänglich bleibt. Eine Terrasseneinzäunung alleine würde nach außen wie ein "Affenkäfig" wirken. Zusätzlich wünscht die AWO, über der Terrasse eine fest am Gebäude installierte Beschattung anzubringen, die elektrisch ausfährt. Der Bürgermeister wird sich die Situation mit dem Bauausschuss anzuschauen.

Die Eigentümer des Grundstücks Flurnummer 785 der Gemarkung Trebgast haben einen Antrag auf denkmalpflegerische Erlaubnis für die Erneuerung der Fenster im Erd- und Obergeschoss ihres Wohnhauses gestellt. Die Räte erteilten die dafür notwendige gemeindliche Zustimmung. Bürgermeister Herwig Neumann (CSU/NWG) sagte dazu: "Wir freuen uns immer, wenn Hausbesitzer im Rahmen des Denkmalschutzes renovieren."

Ebenfalls zugestimmt wurde dem Antrag eines Gewerbebetriebes für den Neubau eines Lagergebäudes mit Büroraum und Archiv, sowie Abbruch einer Garage auf dem Grundstück Flurnummer 278/4 Gemarkung Trebgast.

Mit einem - für die Mehrheit des Gremiums tragbaren - Kompromiss wurde ein Bauantrag vorerst abgeschlossen und durchgewunken, der in den letzten Monaten zu einigen Diskussionen führte. Dazu waren mehrere Maßnahmen notwendig: Die Vorgaben der Gemeinde müssen eingehalten werden. Der Aufstellungsbeschluss vom 13. Dezember 2021 wurde aufgehoben.

Bei zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, den Bebauungsplan "Sommeracker" für die Flurnummer 368/11 im Regelverfahren zu ändern. Im Klartext: Die Aufstockung des bestehenden Wohnhauses um ein Vollgeschoss um höchstens 2,70 Meter zum jetzigen Bestand sowie einer Dachneigung bis maximal 30 Grad wird zugestimmt. Gleichzeitig wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingeleitet (ebenfalls zwei Gegenstimmen).

"Der Neubau des Kindergartens geht gut voran", berichtete der Bürgermeister von der derzeit größten Baustelle der Kommune. Zwar haben die Nachtfröste die Maurerarbeiten etwas ausgebremst. "Dennoch gehen wir davon aus, dass Ende März die Decke betoniert und Anfang April der Dachstuhl errichtet werden kann."

Förderprojekte anmelden

Für einen mit 100 000 Euro ausgelegten Regionalfonds, den die "Integrierte Ländliche Entwicklung Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" angelegt hat, konnten die 14 Mitgliedsgemeinden Projekte zur Förderung anmelden. Das eingereichte Vorhaben der Gemeinde, in Lindau eine neue Sitzgruppe mit einer Rundbank zu errichten, wurde jetzt genehmigt.