Wie sicher bewegen sich Parkinson-Patienten im Alltag und was sagt das über ihren Krankheitsverlauf aus? Antworten auf diese Fragen können die behandelnden Mediziner künftig von "Mobile Gait-Lab" erhalten - einem Sensorschuh, der die Gangqualität der Patienten während ihres Alltags kontinuierlich erfasst. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Durch die Zertifizierung als Medizinprodukt kann das tragbare Sensorsystem künftig für die Versorgung von Parkinsonpatienten eingesetzt werden. Professor Jochen Klucken von der Molekular-Neurologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen entwickelte "Mobile Gait-Lab" gemeinsam mit dem Erlanger Start-up-Unternehmen Portabiles Health-Care Technologies sowie Professor Björn Eskofier vom Lehrstuhl für Informatik an der Uni Erlangen-Nürnberg.

Besonders beim Parkinsonsyndrom ist das Entwickeln einer individuellen Therapie für die Patienten eine große Herausforderung und ein langwieriger Prozess. "Durch das Erheben von kontinuierlichen Parametern zur Gangqualität im Patientenalltag besteht die Möglichkeit, ein völlig neues Versorgungskonzept zu entwickeln", erläutert Professor Winkler. "Die Zertifizierung als Medizinprodukt belegt die Qualität, den Nutzen und die Sicherheit dieser Lösung und ist für den Patienten ein wichtiges Vertrauensmerkmal."

Gangqualität als wichtige Information mit Hilfe intelligenter Technologie stellt das System von "Mobile Gait-Lab" klinisch validierte Parameter zur Verfügung, die dem behandelnden Arzt und den Patienten wertvolle Informationen über Erkrankung sowie Therapie geben.

Bisher konnte die tragbare Sensorik von "Mobile Gait-Lab" Patienten lediglich im Rahmen von Forschungsstudien zur Verfügung gestellt werden. Durch die Zertifizierung als Medizinprodukt kann die Anwendung nun für die Versorgung im Alltag genutzt werden. red