Franziska Rieger

Im April 2017 startete der Innovationscampus Kronach seinen Betrieb als Gesellschaft. Wie Thomas Kneitz, Leiter des CIK-Gründerzentrums, dem Kronacher Kreisausschuss berichtet, liege dafür der Förderbescheid der Staatsregierung wegen fehlender Eigenmittelnachweise noch nicht vor.
Um die von der Staatsregierung zugesagten Eigenmittel zu erhalten, müsse der Zweck des Vereins geändert werden. Nur wenn dieser gemeinnützig ist, gebe es die von der Rainer Markgraf Stiftung versprochenen 250 000 Euro. Bislang wird die Gesellschaft laut Kneitz mit Kapital aus privaten Quellen finanziert.


Schülerseminare einführen

Damit der Zweck des Vereins gemeinnützig wird, wolle man ein Schulungsprogramm einführen. Dieses soll sich an Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse richten. Je nach der Anzahl der Teilnehmer sollen an einem Nachmittag pro Woche außerhalb der Schulzeit Seminare mit den Titeln "Führen von Unternehmen" oder "Gründen von Start-Ups" stattfinden. Das Schulungsprogramm richte sich an Kinder aus Handwerksbetrieben oder jene, die in einen solchen Betrieb wollen.
Die Seminare sind in einem jährlichen Zyklus an die Schuljahre angelehnt, finden aber außerhalb des Lehrplans statt. Mit einer Mischung aus Seminaren, Vorträgen von Unternehmensvertretern und Besuchen in Unternehmen soll die Kreativität der Kinder angeregt werden, wie Kneitz erklärt. Nachdem die Teilnehmer erfolgreich teilgenommen haben, erhalten sie ein Zertifikat. Der Abschluss des Seminars soll eine Prüfung im Juli bilden.
Wie Kneitz berichtet, soll mit dem Frankenwald-Gymnasium begonnen werden. Nach zwei bis drei Monaten sollen dann andere Schulen angesprochen werden. Landrat Klaus Löffler (CSU) ist es ein besonderes Anliegen, dass mit dem Programm vor allem auf die Mittelschulen im Landkreis zurückgegriffen werde. "Für die heimische Wirtschaft haben diese Schulen das größte Potenzial", betont Löffler.