Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt neigte sich im Dezember ihrem Ende zu. Erstmals seit drei Monaten sorgte der nahende Winter im Dezember wieder für einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

In den vergangenen vier Wochen erhöhte sich die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.

In der Vorweihnachtszeit beginnen sich zunehmend Arbeitnehmer aus den witterungsabhängigen Außenberufen arbeitslos zu melden. Die Zahl der Arbeitslosen wuchs daher um 1,8 Prozent (219) auf 12 514 Menschen. Obwohl die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie spürbar andauern, fiel der saisonal übliche Anstieg in diesem Jahr nur gut halb so groß aus wie im Vorjahr. Bei den Männern erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen um 188 (2,7 Prozent), da diese die überwiegende Mehrheit an Arbeitskräften im Bauhandwerk ausmachen; die der Frauen ist lediglich um 31 (0,6 Prozent) angestiegen.

Im Dezember haben sich 1346 Personen arbeitslos gemeldet, 10,4 Prozent (157) weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig fanden 963 Menschen eine neue Beschäftigung, 18,5 Prozent mehr (150) als im Vorjahr.

Saisonüblicher Anstieg

Die Einschätzung von Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt lautet: "Der vergangene Monat begann mit einem für die Jahreszeit ersten saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Aus dem Baubereich kamen zunehmend Meldungen für den anstehenden Winter. Jedoch registrierten sich viele nur vorsorglich arbeitssuchend. Eine für die Jahreszeit verhältnismäßig milde Witterung und die weiterhin stabile Auftragslage im Handwerk sorgten dafür, dass Kündigungen zur Überbrückung der kalten Jahreszeit bisher noch größtenteils ausblieben."

Landkreis Forchheim

Zum Winteranfang stieg im Dezember in Forchheim die Arbeitslosigkeit wieder leicht um 13 Personen (0,6 Prozent) auf 2021 Menschen. In diesem Jahr fiel die saisonal bedingte Erhöhung deutlich geringer aus als 2019 (plus 141 Personen). Seit dem Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit jedoch um 23,6 Prozent (386 Personen) zugenommen.

Im Dezember fanden 24,2 Prozent mehr Frauen und Männer eine neue Beschäftigung als im letzten Jahr. Zeitgleich verloren 15,7 Prozent weniger ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im November 3,0 Prozent (Vorjahr 2,4 Prozent).

Im vergangenen Monat bekam der Arbeitgeberservice 232 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote aus der Stadt und dem Landkreis Forchheim gemeldet, 14,3 Prozent mehr (29) als im Vorjahr. Der Stellenbestand liegt laut Bericht erstmalig seit 22 Monaten mit 729 Offerten wieder auf dem Vorjahresniveau. Die größten Zuwächse verzeichnen der Baubereich sowie Bürotätigkeiten (Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung). red