Knappe zwei Stunden diskutierten die Vertreter der Gemeinschaftsversammlung Grub und Niederfüllbach - und das sehr sachlich - über die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten in der Grundschule Grub, um das Virus-Übertragungsrisiko zu minimieren.

Sie kamen bei der Verwaltungsgemeinsschaftssitzung letztendlich zu zwei Beschlüssen. Zum einen werden sechs mobile Luftreiniger angeschafft, die vorwiegend im Sekretariat, im Lehrerzimmer und bei der Mittagsbetreuung zum Einsatz kommen sollen, obwohl sich in Stellungnahmen die Lehrer und der Elternbeirat dagegen ausgesprochen hatten. Gegenstimmen kamen bei der Abstimmung auch von den Gemeinderäten André Dehler (FW) aus Grub und Corinna Leicht aus Niederfüllbach (ÜWN). Klare Kante dagegen zeigte Gemeinderat Dieter Pillmann (GfG): "Wir haben die Verantwortung, nicht Schulleitung und Elternbeirat." Diese Investition ist nicht förderfähig. Die Kosten betragen rund 6000 Euro und können laut Kämmerer im Haushalt untergebracht werden.

Fristen sind einzuhalten

Zum Zweiten soll dem Gemeinderat Grub empfohlen werden, sich auf der nächsten Sitzung, um die Antragsfristen einzuhalten, mit dem Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage auseinanderzusetzen. Auf den Vorschlag des per Video-Konferenz zugeschalteten Dr. Wolfgang Lorenz sollte dies geplant werden, auch wenn die Umsetzung ein bis zwei Jahre dauern dürfte. Laut Recherche von Dieter Pillmann beträgt diese Investition 160 000 Euro bei einer staatlichen Förderung von 80 Prozent.

Wolfgang Lorenz bemängelte, dass die Förderrichtlinien kaum umsetzbar sind. "Ich bin kein Freund davon, da nicht feststeht, wie es zu machen ist."

Noch kleinere Lösung

Von Lorenz kam schließlich der Vorschlag, zumindest zehn mobile Luftreinigungsgeräte als kleine Lösung anzuschaffen, was das Gremium per Beschluss umsetzte, allerdings mit nur sechs Geräten. Da dauerte es nicht lange, bis Folgendes zu vernehmen war: "Wenn in der Schule was passiert, kommt die Kritik."