Die Fraktionen CSU/JU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen stellen gemeinsam einen Antrag zur nächsten Stadtratssitzung: Die Verwaltung soll beauftragt werden, eine Informationskampagne über die Notwendigkeit von Blühflächen zu entwickeln. Im gleichen Zuge soll die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept für einen Wettbewerb zu erstellen, der das Engagement von Grundstückseigentümern prämiert und anerkennt, die ihre Grünflächen in Blühflächen veränderten oder Raum für Biotope zuließen.

Außerdem soll das Fachamt beauftragt werden, leicht zugängliche mehrjährige qualitativ gute und günstige Blühsamen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus soll die Verwaltung Vorschläge machen, wie die Blühsamen und der Wettbewerb finanziert werden sollen.

Leben nach dem Lockdown

"Coburg blüht auf!" ist eine aktuelle Aktion der Stadtmacher zur Auflebung nach dem Corona-Lockdown. Darüber hinaus könne Coburg im tatsächlich wörtlichen Sinn noch mehr aufBLÜHEN, heißt es in der Begründung des Antrags. Ungenutzte, unbebaute Grundstücke seien im Stadtgebiet oft als reine Brachen oder Grünflächen (artenarme Flächen) zu erkennen. Diese Flächen hätten enormes Potenzial für Blühflächen. Unter den Gesichtspunkten der Erhaltung heimischer Insekten, der Förderung der natürlichen Artenvielfalt, des schöneren Anblicks und des sehr geringen Pflegeaufwands von Blühflächen solle daher die Stadt Coburg in einer Kampagne ihre Bürger informieren und motivieren, Blühflächen anzulegen.

Denkbar seien beim Wettbewerb zum Beispiel eine Preis-, Medaillen- oder Urkundenübergabe an die Grundstückseigentümer. So könnte nach Meinung der Antragsteller pragmatisch und kosteneffizient der Arten- und Naturschutz in der Stadt vorangetrieben werden. red