Viele Stunden waren sie unterwegs, die drei Mädchen vom Herder-Gymnasium, die sich an der Sammlung für den Bund Naturschutz beteiligten. "Wir haben uns einen Bollerwagen mit Essen mitgenommen und die Sammelbüchse, die meine Mutter mit Tieren beklebt hat. Sie hat den Leuten gut gefallen", erzählt Katharina Fornoll aus der 5b.
Weniger schön fanden es die Mädchen, dass manche Leute gar nicht die Tür geöffnet haben, obwohl sie offensichtlich zu Hause waren. "Es hätte uns nichts ausgemacht, wenn jemand gesagt hätte, er möchte nichts spenden", sagt sie, weil eben verschlossene Türen ganz schön frustrierend sind. Umso mehr haben sich die Mädchen über großzügige Menschen gefreut, die ihnen sogar zehn Euro gaben. So waren zum Schluss genau 192, 70 Euro in der Spendenbüchse.
"Bei uns war die höchste Einzelspende zwölf Euro, da gab jeder bei einer Familienfeier etwas", ergänzt Lucy Ruderich aus der 6 c. Mit Katharina Hebendanz bildete sie ein Team, das mit 215 Euro den Rekord unter den Herder-Sammlern aufstellte. Das Motiv, sich so zu engagieren, ist bei allen 16 Teilnehmern (aus den 5. bis 7. Klassen) gleich: "Wir wollen helfen, dass für die Tiere und die Natur etwas getan werden kann", wie es Hebendanz formulierte. Als Dank für den Einsatz kam Edith Fießer in die Schule und überreichte den eifrigen Kindern Stofftiere und Gutscheine. Die Aktion, bei der insgesamt rund 2000 Euro zusammenkamen, stand aufseiten der Schule unter der Leitung von Schulleiterin Lieselotte Rall und Birgit Patzak-Waldmann. Pauline Lindner