Das Projekt des Gymnasiums Alexandrinum in Gedenken an das Kriegsende in Coburg am 11. April 1945 und an den 8. Mai 1945, dem Ende des Zweiten Weltkrieges, ging durch Mark und Bein. "Die Erinnerung darf nicht enden" war die Veranstaltung betitelt, geleitet wurde sie von der betreuenden Lehrkraft Philipp Zehl und vorgestellt im Bestattungsinstitut Brehm. Sophie Schmidt, eine Schülerin, stellte fest, auch in Coburg habe es während des Krieges Kinder ohne Vater gegeben, Familien hätten ihre Häuser verloren, das Essen sei knapp gewesen.
Von einem bedrückenden Aufenthalt in Auschwitz erzählte Jessica Hill. Tom Bernhardt ergänzte: "Die Verbrechen geschahen nicht nur in Konzentrationslagern, die Wurzeln der Judenvertreibung liegen in den Straßen und Gassen deutscher Städte, auch in denen unseres geliebten Coburg." Dabei nahmen die Schüler kein Blatt vor den Mund.


"Wir bitten um Verzeihung"

Jessica Hill sagte: "Wir müssen alle mit der Vergangenheit leben und auch damit umgehen können, ohne sie zu ignorieren oder aus den Gedanken auszuschließen."
Der unüberhörbare Appell der Schülerin: "Wir wollen an diese Opfer der Nazis denken, wir können es nicht rückgängig machen und bitten um Verzeihung." Umrahmt wurde die Veranstaltung mit Gedichten von Shabestari Darjush und Marlin Osso sowie den zwei Liedern des Schulchores "Hevenu Shalom Malechem" und "Imagine". dav