Der Herzogenauracher Softwarehersteller Proleit ist nach Genehmigung durch die Kartellbehörden von der Ratinger Firma Schneider Electric übernommen worden. Proleit ist mit Hauptsitz in Herzogenaurach an zehn internationalen Standorten mit weltweit über 500 Mitarbeitern tätig. Mit der Akquise des Softwareherstellers holt sich Schneider ein Unternehmen an die Seite, deren Lösungen und Branchenexpertise eine weitere Marktdurchdringung besonders in den Bereichen Konsumgüter (CPG) und Food & Beverage (F&B) ermöglichen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Schneider Electric, selbst in über 100 Ländern weltweit tätig, beschäftigt sich ebenfalls mit der digitalen Transformation in der Industrieautomation.

Die von Proleit entwickelten Manufacturing Execution Systeme (MES) und Process Control Systeme (PCS) Plant iT und brewmaxx basieren auf einer über 30-jährigen Expertise, die auf hohem technischem Know-how und einem tiefgreifenden Branchenwissen beruhe, stellt die Firma Schneider heraus. "Wir freuen uns, mit unserem Expertenteam Teil von Schneider Electric zu werden", sagt Wolfgang Ebster, Vorstand der Proleit AG. Die Lösungen der Herzogenauracher Firma würden gezielt Branchen wie Brauereien oder Molkereien adressieren. Sie sollen künftig die Softwareebene der Schneider EcoStruxure Architektur verstärken, die auch den Bestandskunden von Proleit zur Verfügung stehe. Für diese bedeute die Übernahme einen erweiterten Zugriff auf Komponenten von Schneider Electric, die eine ganzheitliche Lösung schaffen, beispielsweise Steuerungen, Antriebe, vernetzte Mess- und Kontrollkomponenten oder komplette Niederspannungsanlagen.

Die digitale Transformation könne künftig aus einer Hand erfolgen. Peter Herweck, Executive Vice President Industrial Automation von Schneider Electric zeigt sich überzeugt: "Mit der Integration der Expertisen beider Unternehmen können wir unsere Kunden in der digitalen Transformation voranbringen und die Steigerung ihrer Produktivität und Effizienz unterstützen. Darüber hinaus beschleunigen wir die Marktdurchdringung in den Segmenten CPG und F&B, hier insbesondere Brauereien und Molkereien." red