Susanne Deuerling Dorferneuerung, Förderinitiative Nordostbayern und der Wettbewerb "Heimatdorf 2019" gaben die Gewissheit, dass sich auch für die Kinder im Steinwiesener Ortsteil Birnbaum ein schöner, moderner und nachhaltiger Spielplatz verwirklichen ließ. Doch das war nur die eine Seite, hier kamen die Zuschüsse, die gebraucht wurden.

Viele Spielplätze gefördert

Für die Dorferneuerung wurde seit 2015 in Birnbaum viel bewegt, angefangen von der langen und kurzen Seite, über den Ringweg, den Kirchenvorplatz und den Dorfplatz. Beim Wettbewerb "Gütesiegel Heimatdorf 2019" gewann Steinwiesen zusammen mit Thurnau den Preis für Oberfranken. Die Gelder in Höhe von 60 000 Euro werden für die diversen Spielplätze verwendet, unter anderem auch für den in Birnbaum.

Doch nicht nur Geld steckt in dem schönen, kindgerechten Areal in Birnbaum. Dahinter stehen auch viel Schweiß und Geduld, Zeit und Pläne, die wieder verworfen und geändert wurden, und ein Team, das alles koordinierte. Die Gruppe der "Spielplatzplaner" zog die Fäden und die Dorfgemeinschaft stand ihr zur Seite.

Holz vom "Palletten-Günter"

"Vor allem mussten wir uns viele Gedanken zur Gestaltung machen. Ein Kleinkindbereich sollte dabei sein und alles so naturbelassen wie möglich sein", sagt die Sprecherin der Spielplatzplaner, Luzia Gareis, die sich über eine Whatsapp-Gruppe verständigten. Besonders sind hier neben Luzia Gareis Ramona Müller, Andreas und Maria Trebes sowie Heinz Kolb hervorzuheben. Maschinen stellte Bernhard Beetz uneigennützig zur Verfügung, wenn sie gebraucht wurden. Für das Holz zuständig war der örtliche Gemeinderat und Holzexperte Günter Partheymüller, der aus unbehandeltem Robinienkernholz für die Geräte und Lärche-Kernholz für die Sandkastenumrandungen, die Einzelteile und Pfosten fertigte. "Das Holz ist so gut, das muss mindestens 20 Jahre halten", versicherte der "Palletten-Günter", wie er liebevoll genannt wird.

Alle halfen mit

Der Kreative Kopf bei den Spielgeräten aber war Stefan Kolb, seines Zeichens Chef des Bauhofs. Vonseiten der Gemeinde wurde mit Gerätschaften und Fahrzeugen sowie Personal geholfen. Unter dem Strich kann man sagen, dass fast das ganze Dorf zusammengehalten und mitgewirkt hat, vor allem junge Väter und Mütter, um für ihre Kinder eine Spieloase zu schaffen, in der sich diese wirklich wohlfühlen und bei der auf Sicherheit sehr großer Wert gelegt wurde.

Bürgermeister Gerhard Wunder machte sich nun ein Bild vom fertigen Spielplatz. Besonders der Kleinkinderbereich mit Klettermöglichkeiten, Windrädern und großem Sandkasten ist ein Hingucker. Außerdem finden sich noch ein Kletterturm mit Rutsche und Hängebrücke, Klettermöglichkeiten am Seil und Schaukeln auf dem mit einem Holzzaun umrandeten Spielplatz.

Hoher Materialwert

Wie Heinz Kolb erzählte, war hier Andreas Franz von der Baufirma AS Bau in Hof sehr hilfreich, besonders beim Einschütten des Fallkieses unter den Spielgeräten.

Bürgermeister Gerhard Wunder erklärte, dass neben den Fördermaßnahmen der Materialwert für die Geräte noch 15 000 bis 20 000 Euro betrage. Insgesamt wurden an die 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit in das Spielplatz-Projekt gesteckt. Hier schlägt vor allem der Holzzaun zu Buche.

Wie die Dorfgemeinschaft und die Spielplatzplaner zum Schluss stolz bemerkten, werde der Spielplatz von den Kindern schon sehr gut angenommen, auch wenn er - coronabedingt - noch nicht offiziell eingeweiht werden konnte. "Aber im Herbst werden wir schon im kleinen Rahmen die Weihe mit einem coronakonformen Fest durchführen können", versicherte Gerhard Wunder. Und dann wird auch sicherlich die neue Sitzgruppe aufgestellt sein, die die Bayerischen Staatsforsten von ihren Auszubildenden anfertigen lassen.